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Stadt will selbst Tempo messen

Barsinghausen Stadt will selbst Tempo messen

Mit zwei fest installierten Tempo-Messsäulen an den Unfallschwerpunkten L 392 und B 65 will die Stadt den Verkehr überwachen und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. Zudem soll Zubehör für mobile Messungen angeschafft werden.

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Am Ortsausgang Richtung Barsinghausen endet in Groß Munzel der Fußweg auf der rechten Fahrbahnseite. In diesem Bereich, der auch Schulweg ist, wird häufig zu schnell gefahren.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Es gehe nicht darum, die Einnahmesituation zu verbessern, versichert Bürgermeister Marc Lahmann im Ordnungs- und Ehrenamtsausschuss. Die Verwaltung gehe davon aus, dass mit dem 40-prozentigen Anteil der Stadt an den Bußgelden die Kosten für die Anschaffung in Höhe von 144 100 Euro sowie die jährlichen Betriebskosten von 33 400 Euro gedeckt werden. Die Region Hannover erhalte 60 Prozent der Einnahmen.
Die Standorte für die Messsäulen seien mit der Polizei abgesprochen, sagte Julia Manegold, Leiterin des Fachdienstes Ordnungswesen und Verkehr. Diese sollen an der B 65 in der Ortsdurchfahrt Wichtringhausen in Höhe der Ampel und an der L 392 im Bereich Auf dem Damm in Groß Munzel errichtet werden.
Ein Grund für die Überlegungen, selbst die Geschwindigkeit zu messen, ist die Ankündigung der Gemeinde Wennigsen, den Vertrag mit der Stadt Ende Februar 2017 zu kündigen. Die Wennigser überwachen seit März 2014 den fließenden Straßenverkehr in Barsinghausen mit einem mobilen Messgerät. 300 Stunden pro Jahr ist der Messwagen an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet. 950 Euro pro Monat zahlt Barsinghausen dafür bislang. Die Gemeinde will der Stadt zwar ein neues Angebot unterbreiten. Doch es ist laut Verwaltung nicht sicher, ob sich für die Stadt die Zusammenarbeit dann noch rechnet.
Für die beiden Messsäulen würde eine Kamera angeschafft werden, die im Wechsel eingebaut wird. Die Kamera könne jeweils auf beide Fahrtrichtungen ausgerichtet werden, erläuterte Manegold. Es sei zudem sinnvoll, für die Kamera Zubehör, wie ein Stativ und Akkus anzuschaffen, um mobile Messungen zu ermöglichen. Die Kosten betragen 14 300 Euro und sind in dem Haushaltsansatz bereits enthalten. Die Ausrüstung passt in einen VW Caddy, den die Stadt besitzt. Wo die Stadt den Verkehr mobil überwacht, muss jeweils mit der Polizeiinspektion Garbsen abgesprochen werden.

Von Jörg Rocktäschel

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