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Stadtarchiv erhält historische Dokumente

Barsinghausen Stadtarchiv erhält historische Dokumente

Die 88-jährige Zeitzeugin Hanna Laschinsky übergibt dem Stadtarchiv Barsinghausen mehrere historische Text- und Bilddokumente über die sogenannte Fahrkolonne. Diese Fahrkolonne war ab August 1945 am Deisterrand in Barsinghausen stationiert und half in den Nachkriegsjahren beim Wiederaufbau.

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Hanna Laschinsky übergibt die historischen Text- und Bilddokumente über die ehemalige Fahrkolonne an Gerald Bredemann (links) und Eckard Steigerwald vom Stadtarchiv.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Die historischen Text- und Bilddokumente geben Einblicke in einen prägenden Abschnitt der Barsinghäuser Nachkriegsgeschichte, als die sogenannte Fahrkolonne ab Herbst 1945 beim Wiederaufbau half: Zeitzeugin Hanna Laschinsky hat mehrere Fotos, Briefe, Zeitungsausschnitte und weitere Erinnerungsstücke aus damaliger Zeit an das Stadtarchiv übergeben.
„Solche alten Unterlagen sind von unschätzbarem Wert. Bislang haben wir nur sehr wenige und bruchstückhafte Archivalien über die Fahrkolonne in unserem Bestand“, erläutert Stadtarchivar Eckard Steigerwald.
Über viele Jahre hinweg organisierte Hanna Laschinsky bis 2012 die regelmäßigen Treffen ehemaliger Mitglieder der Fahrkolonne und deren Angehöriger. Ihren späteren Ehemann Franz Laschinsky, der als Fahrer in der Kolonne tätig war, lernte die Barsinghäuserin im Jahr 1946 kennen.
Mit etwa 450 Männern und 220 schweren Fahrzeugen kam die „651 German Service Organisation“ (GSO) der britischen Armee am 18. August 1945 nach Barsinghausen, um am Deisterrand einen zentralen Standort für die Transportaufgaben sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich einzurichten. Für diese Fahrkolonne wurden ehemalige deutsche Soldaten aus Kriegsgefangenenlagern in Holstein rekrutiert.
„Viele Angehörige der Fahrkolonne sind in Barsinghausen geblieben und haben hier eine Familie gegründet. Außerdem haben die Leute in den Nachkriegsjahren mit ihren schweren Maschinen viel Gutes für Barsinghausen getan“, sagt Hanna Laschinsky – dazu gehörten unter anderem der Wiederaufbau des Waldstadions und der Deister-Freilichtbühne. Die 88-Jährige weiß ihre historischen Dokumente im Stadtarchiv am richtigen Platz: „Dort sind die Sachen gut aufgehoben.“
Archivar Eckard Steigerwald und dessen Kollege Gerald Bredemann hoffen nun auf weitere Unterlagen, um die Materialsammlung über die Fahrkolonne erweitern zu können. Interessenten können sich an die beiden Fachleute bei der Stadt unter Telefon (0 51 05) 7 74 23 72 wenden.

Von Frank Hermann

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