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Stadtsparkasse feiert 150-jähriges Jubiläum

Barsinghausen Stadtsparkasse feiert 150-jähriges Jubiläum

Die Barsinghäuser Stadtsparkasse blickt im Sommer auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Das kommunale Geldinstitut war im Juli 1866 als „Spar-Casse zu Barsinghausen“ gegründet worden. Ihr Jubiläum wird die Stadtsparkasse mit drei Veranstaltungen begehen: einem Aktionstag für Kunden am 23. Juli, einem Mitarbeiterfest im August und einem offiziellen Festakt im Herbst.

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Das Führungsteam der Stadtsparkasse Barsinghausen (von links): Vorstandssprecher Reinhard Meyer, Vorstandsvertreter Tobias Reisse, Vorstandsmitglied Britta Sander und Vorstandsvertreter Uwe Borsum.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Die Sparkasse will nach den Worten ihres Sprechers Martin Wildhagen keinen außergewöhnlichen Aufwand bei dem Gründungsjubiläum betreiben. So wird es keine Festschrift anlässlich des runden Geburtstages geben. „Wir tun lieber etwas für die Bürger“, sagt Wildhagen.

So soll im Jubiläumsjahr im Internet ein sogenanntes Spendenportal eingerichtet werden. Die Idee dahinter: Vereine, Verbände und gemeinnützige Einrichtungen können sich online um Unterstützung bewerben und stellen auf dem Portal ihre Vorhaben vor. „Eine Jury wird dann über die Projekte entscheiden“, sagt Wildhagen. Voraussichtlich im zweiten Quartal soll das Spendenportal nach den Worten des Sparkassensprechers an den Start gehen.

Die Festveranstaltung für Kunden am Sonnabend, 23. Juli, wird rund um die Sparkassen-Hauptstelle an der Deisterstraße ausgerichtet. Es wird Aktionen für Jung und Alt im Gebäude und davor geben. Auf dem Parkplatz werde eine Bühne aufgebaut, auf der bis zum späten Abend ein Live-Musikprogramm geboten werde, kündigt Wildhagen an. Die knapp 100 Mitarbeiter der Sparkasse werden im August im Tanz- und Gesellschaftshaus Wöbbekind das Jubiläum intern feiern. Eher formell wird es dann beim abschließenden Festakt zugehen, der im Herbst gefeiert wird.

Als die „Spar-Casse zu Barsinghausen“ im Juli 1866 erstmals ihr sogenanntes „Geschäfts-Local“ öffnete, lag das Königreich Hannover gerade in seinen letzten Zügen: Drei Wochen zuvor war die Schlacht bei Langensalza für die hannoversche Armee verloren gegangen, schon zwei Monate später war die Annexion Hannovers durch Preußen beschlossene Sache.

Die Barsinghäuser Spar-Casse war eine der letzten Neugründungen unter den 117 Sparkassen im Königreich Hannover. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte es einen regelrechten Gründungsboom gegeben. Zu dieser Zeit waren breite Bevölkerungskreise arm, gleichzeitig war staatliche Fürsorge unbekannt. Die Idee war es, das Sparen als private Daseinsvorsorge durch die Gründung entsprechender Institute in öffentlicher Trägerschaft zu fördern. Die neuen Sparkassen arbeiteten gemeinwohlorientiert und waren fester Bestandteil der kommunalen Verwaltungen, die nicht nur den Geschäftsbetrieb zu organisieren hatten, sondern im Ernstfall für etwaige Verbindlichkeiten der Sparkassen einzutreten hatten.

In Barsinghausen verpflichtete die Gemeinde den Rektor der örtlichen Schule, Wilhelm Stedler, als ersten Rechnungsführer der Sparkasse, den sogenannten Rendanten. Das Geschäfts-Local war in einem schlichten Raum des Rektorhauses unterhalb der Klosterkirche untergebracht. Geöffnet war zunächst zweimal in der Woche. Als Währung galt zu Beginn der Vereinstaler, der später von dem im Wert gleichen „Preußischen Courant-Taler“ abgelöst wurde. Nach 25-jähriger Tätigkeit übergab Stedler die Aufgabe des Rendanten 1891 an seinen Schwiegersohn, den Lehrer und Küster Heinrich Görsmann. Damit verbunden war ein Umzug des Geschäftslokals ins gegenüberliegende Küsterhaus neben dem Glockenturm der Klosterkirche. Eigene Räume bezog die Sparkasse erstmals im Jahr 1907 im damaligen Gemeindeamt in der Deisterstraße 10. Das erste eigene Geschäftsgebäude wurde 1937 wenige Meter unterhalb in der Deisterstraße 2 errichtet.

Von Andreas Kannegießer

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