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Für Notfälle stehen Gemeindehäuser bereit

Barsinghausen Für Notfälle stehen Gemeindehäuser bereit

Alle Kirchengemeinden im Barsinghäuser Stadtgebiet sind bereit, Flüchtlinge vorübergehend in ihren Gebäuden aufzunehmen, sofern auf diese Weise Engpässe bei der Unterbringung vermieden werden können. "Es ist eine unserer zentralen Pflichten, für Obdach zu sorgen", sagte Pastor Friedhelm Feldkamp von der Petrusgemeinde.

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Gruppenbild mit Pastoren und Verwaltungsspitze: Gemeinsam wollen die Stadt und die Kirchen Verantwortung für Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Barsinghausen übernehmen.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Am Montagvormittag haben sich die Barsinghäuser Pastoren mit Superintendentin Antje Marklein und der Verwaltungsspitze getroffen, um endgültige Absprachen zu treffen. Dabei wurde deutlich, dass die Kirchen die Unterstützung der Kommune bei der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung als gemeinsame Aufgabe aller Gemeinden betrachten.

"Wir brauchen Unterbringungsmöglichkeiten für Notfälle", betonte Bürgermeister Marc Lahmann. Die Stadt wolle unbedingt vermeiden, Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen in Anspruch zu nehmen. Es gehe aber nicht um die dauerhafte Einquartierung von Zuwanderern in Gemeindehäusern, betonte Lahmann. "Unser Interesse ist, dass das kirchliche Leben möglichst wenig beeinträchtigt wird."  Außerdem spreche die Verwaltung mit den Gemeinden darüber, "wie die Kirche uns bei der Integration der Flüchtlinge unterstützen kann". 

Superintendentin Marklein betonte die positive Grundstimmung im Kirchenkreis für die Unterstützung beim Thema Flüchtlinge. "Die Herzen der Christen sind offen", sagte sie. "Das gesamte kirchliche Leben wird bunter." Pastorin Uta Junginger von der Mariengemeinde bekräftigte, dass Flüchtlinge in den Gottesdiensten herzlich willkommen seien. Von entsprechenden Erfahrungen berichtete Pastor Matthias Stalmann (Großgoltern). Ein Flüchtling besuche in seiner Gemeinde die Gottesdienste, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Welches Gemeindehaus bei einem Engpass als erstes für Flüchtlinge genutzt wird, steht noch nicht fest. Es gebe unterschiedliche räumliche und sanitäre Voraussetzungen, hieß es bei dem Gespräch am Montag. Die mögliche Unterbringung sei auch in den Gemeindegremien unterschiedlich vorbereitet, sagte Pastor Feldkamp. Lahmann deutete aber an, dass die Voraussetzungen in der Petrusgemeinde von allen Beteiligten als deutlich besser eingeschätzt werden als etwa im Gemeindehaus der Mariengemeinde.

Von Andreas Kannegießer

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