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Mehr Wasser aus dem Harz?

Barsinghausen Mehr Wasser aus dem Harz?

Die Stadtwerke Barsinghausen stehen in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. So will die kommunale Gesellschaft eine Strategie zur dauerhaften Sicherung der Trinkwasserversorgung entwickeln, die neuen Geschäftsfelder als Strom- und Gaslieferant ausbauen sowie das Grundwasserwerk in Eckerde modernisieren.

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Sie setzen weiterhin auf Teamarbeit: Dirk Härdrich (von links), Jochen Möller und Bernd-Konrad Bohrßen.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. „Unser Hauptgeschäft bleibt das Trinkwasser“, betont Geschäftsführer Jochen Möller. In diesem Bereich seien die Stadtwerke gefordert, weil die Deisterquellen immer weniger Wasser liefern. „Von 2007 bis heute hat sich die Fördermenge auf rund 400.000 Kubikmeter pro Jahr halbiert. Und wir werden uns darauf einstellen müssen, dass die Situation mit wasserarmen Quellen so bleibt“, erläutert Möller. Dieser Verlust lasse sich nur begrenzt über höhere Fördermengen im Grundwasserwerk Eckerde ausgleichen. Darum stehen die Stadtwerke in Verhandlungen mit den Harzwasserwerken über zusätzliche Optionen mit Wasser aus dem Harz.

Erforderlich sei eventuell der Bau einer neuen Ringleitung, um unter anderem auch Großabnehmer wie Kaufland oder künftig Laverana in Bantorf auf Dauer sicher versorgen zu können. „Außerdem müssen wir uns Gedanken über Wassersparmaßnahmen machen. Langfristig wäre es denkbar, Trink- und Brauchwasser voneinander zu trennen“, sagt Dirk Härdrich, Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrates. Zudem stehe das kommunale Unternehmen vor der Aufgabe, das 1964 errichtete Wasserwerk Eckerde zu modernisieren. „Die Anlage arbeitet solide, kommt aber allmählich in die Jahre“, erläutert Härdrich.

Jochen Möller bleibt Geschäftsführer der Stadtwerke Barsinghausen. Einmütig hat sich der Aufsichtsrat dafür ausgesprochen, den zunächst bis zum 31. März 2016 befristeten Vertrag vorzeitig um weitere fünf Jahre bis 2021 zu verlängern. Mit dieser Entscheidung will der Aufsichtsrat nach Angaben seines Vorsitzenden Dirk Härdrich frühzeitige Planungssicherheit für beide Seiten schaffen. „Im Zusammenspiel mit Jochen Möller haben wir es seit seinem Amtsantritt im April 2011 geschafft, die Stadtwerke neu aufzustellen. Dazu gehören Strom und Gas als neue Geschäftsfelder ebenso wie die Reorganisierung der Stadtentwässerung und des Deisterbades“, erläuterte Härdrich in Übereinstimmung mit seinem Stellvertreter Bernd-Konrad Bohrßen.

Für den Geschäftsführer „passt es hier in Barsinghausen. Es macht Spaß, mit dem Team zu arbeiten“, sagt Jochen Möller, der eine Ausweitung des Engagements auf dem lokalen Strom- und Gasmarkt anstrebt. Mittlerweile beziehen laut Möller rund 1200 Kunden ihre Energie bei den Stadtwerken - „und es kommen jeden Tag neue Kunden hinzu“, betont der 57-jährige Betriebswirt.

Erlöse aus diesen Bereichen sollen mit dazu beitragen, den Betrieb des Deisterbades zu finanzieren. Ziel sei es, das Deisterbad wirtschaftlicher aufzustellen. „Für diese Einrichtung bleiben wir auch in Zukunft auf Zuschüsse angewiesen, aber den Bedarf wollen wir immer weiter abschmelzen“, sagt Möller. Zumal sich die Stadt Barsinghausen im Entschuldungsvertrag dazu verpflichtet habe, den Zuschuss von mehr als 300 000 Euro pro Jahr zu kappen.

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