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Stadtwerke wünschen sich noch mehr Energiekunden

Barsinghausen Stadtwerke wünschen sich noch mehr Energiekunden

Die Barsinghäuser Stadtwerke wollen in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen mit dem Verkauf von Strom und Gas schreiben. „Wir befinden uns in der Nähe der schwarzen Null“, sagt Geschäftsführer Jochen Möller. „Ein paar Kunden fehlen uns noch.“

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Das Führungs- und Vertriebsteam der Stadtwerke wirbt beim Start der Stromvermarktung im Frühjahr 2014 um neue Kunden.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Die Stadtwerke hatten im Frühjahr 2014 mit der Vermarktung von Strom begonnen und im Herbst desselben Jahres auch Gas ins Angebot aufgenommen. Davor hatten die Stadtwerke die Bürger ausschließlich mit Trinkwasser beliefert.

Zum Jahresbeginn 2017 hatten die Stadtwerke nach Möllers Worten etwa 2150 Stromkunden und 550 Haushalte, die Gas von dem kommunalen Unternehmen beziehen. Ganz zufrieden sind die Stadtwerke damit noch nicht: „Wir hatten uns etwas mehr erhofft“, sagt Möller. Er verweist auf das Beispiel der Stadtwerke Wunstorf, die zwei Jahre früher als die Barsinghäuser mit der Stromlieferung an den Start gegangen waren. „Die Wunstorfer hatten rasch das Drei- bis Vierfache unserer Kundenzahlen erreicht“, berichtet Möller. In Barsinghausen gebe es leider noch sehr viele Haushalte, die Strom und Gas nach dem teuren Grundversorgungstarif bezögen, sagt der Geschäftsführer. „Schade, dass sie nicht wechseln wollen. Das ist heutzutage kein Problem mehr.“

Die Barsinghäuser Stadtwerke hatten zum Start ihrer Strom- und Gaslieferungen auch personell aufrüsten müssen, um das zusätzliche Geschäft in Buchhaltung und Vertrieb bewältigen zu können. Noch reicht der Gewinn aus dem Energieverkauf aber kaum aus, um die zusätzlichen Aufwendungen zu decken. Dennoch ist Möller davon überzeugt, dass die Entscheidung richtig gewesen ist, die Stadtwerke vom Wasserlieferanten zum Energieversorger zu wandeln. Die Möglichkeit, Gas billig einzukaufen, komme auch dem Betrieb des eigenen Blockheizkraftwerks zugute, erläutert er. Auch den Strom für den Betrieb des Grundwasserwerks Eckerde könnten die Stadtwerke nun günstiger beziehen als früher.

Möller beziffert das derzeit erreichte Liefervolumen an Barsinghäuser Kunden beim Strom auf etwa zehn Millionen Kilowattstunden jährlich und beim Gas auf 20 Millionen Kilowattstunden. Darüber hinaus sind die Stadtwerke inzwischen auch überregional als Stromlieferant von Kommunen im Geschäft. „Wir haben in ganz Niedersachsen verschiedene Ausschreibungen gewonnen“, berichtet Möller. Zu den Stromkunden der Barsinghäuser gehören demnach unter anderem die Samtgemeinde Ostheide, die Stadt Sehnde, die Gemeinde Amelinghausen in der Lüneburger Heide und der Landkreis Verden. Die Gesamtliefermenge an diese Großkunden beziffert Möller auf etwa 45 Millionen Kilowattstunden jährlich. „Aber die Gewinnmargen bei diesen Ausschreibungen sind extrem klein“, bedauert er.

In diesem Jahr wollen die Stadtwerke ihre Servicequalität weiter verbessern. Dazu wird das Unternehmen im Erdgeschoss des Postgebäudes neben der Postfiliale eine neue Anlauf- und Beratungsstelle für ihre Kunden einrichten.

Von Andreas Kannegießer

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