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Start für Logistik-Gewerbegebiet im Jahr 2017?

Groß Munzel Start für Logistik-Gewerbegebiet im Jahr 2017?

Die Stadt Barsinghausen ist optimistisch, dass die Erschließung und Vermarktung des neuen Logistik-Gewerbegebiets nördlich von Groß Munzel im nächsten Jahr beginnen kann. Gelingt die schnelle Umsetzung, könnte das neue Gewerbegebiet wohl zugleich dazu beitragen, den Plänen der Deutschen Bahn zum Bau einer ICE-Trasse zwischen Munzel und Holtensen endgültig einen Riegel vorzuschieben.

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Fachdienstleiter Florian Jürgens (rechts) erläutert Besuchern der Informationsveranstaltung zum Munzeler Logistik-Gewerbegebiet den Stand der Planungen.

Quelle: Andreas Kannegießer

Groß Munzel. Die Stadt Barsinghausen hat mit ihren Gewerbegebietsplänen einen deutlichen Zeitvorsprung vor dem Projekt der Bahn: In einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin haben Vertreter von Kommunen und Bürgerinitiativen aus der Region jetzt die Zusicherung erhalten, dass es in den Jahren 2017 und 2018 zunächst ein sogenanntes Dialogforum geben soll. Bürger, Initiativen und Kommunen sollen dabei die Gelegenheit erhalten, ihre Vorstellungen zum ICE-Trassenverlauf einzubringen. "Es ist positiv, dass die Menschen mitgenommen werden", lobt Baudirektor Tobias Fischer, der als Vertreter der Stadt Barsinghausen an dem Berliner Treffen teilgenommen hat. Nach dem zweijährigen Dialogverfahren müssen laut Fischer ein Raumordnungsverfahren und ein aufwendiges, ebenfalls etwa zweijähriges Planfeststellungsverfahren folgen. "Ich sehe kurzfristig keine Trasse auf uns zukommen", sagt der Baudirektor. Rechtlich sei es zwar durchaus möglich, neue Bahntrassen auch durch bestehende Gewerbegebiete zu führen. In diesem Fall seien aber Entschädigungszahlungen fällig. "Da dürfte die Bahn schnell am Ende ihrer Möglichkeiten ankommen", sagt Fischer. Das künftige Gewerbegebiet befindet sich genau dort, wo die Bahn laut ersten Entwürfen die Trasse der geplanten Neubaustrecke entlangführen möchte.

Den Planungsstand für das Munzeler Logistik-Gewerbegebiet haben die Stadt und die mit der Entwicklung und Vermarktung beauftragte Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) am Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung in der Goetheschule dargestellt.  Der Zeitplan der Stadt sieht vor, dass der Bebauungsplan Nr. 204 "Gewerbeflächen an der BAB 2" im November öffentlich ausgelegt und im Frühjahr 2017 vom Rat als Satzung beschlossen wird, wie Fachdienstleiter Florian Jürgens erläuterte. Nach Fischers Worten ist dann, abhängig von der Vermarktungssituation, die HRG am Zug. Der Schwerpunkt der Erschließungsarbeiten liege wegen der vorhandenen Deponiestraße beim Kanalbau und der Regenrückhaltung. "Das ist dann kurzfristig möglich."

Die Stadt Barsinghausen und die HRG wollen den sogenannten Logistikschwerpunkt Groß Munzel in mehreren Abschnitten entwickeln. Der erste Bebauungsplan Nr. 204 umfasst eine rund 22,7 Hektar große Fläche westlich der Landesstraße 392. Das Plangebiet wird von der Straße zur Mülldeponie Kolenfeld in einen nördlichen und einen südlichen Bereich geteilt. Die Vermarktungsexperten von der HRG gehen davon aus, dass dort etwa drei bis vier größere Logistikunternehmen angesiedelt werden können. Im zweiten Schritt sollen dann weitere rund 14 Hektar östlich der Landesstraße 392 entwickelt werden.

Von Andreas Kannegießer

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