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Stephan Weil besucht Bergmann Automotive

Barsinghausen Stephan Weil besucht Bergmann Automotive

Mediales Großaufgebot bei der Bergmann Automotive GmbH: Presse, Nachrichtenagenturen, Fernsehen, Hörfunk und Onliner waren dabei, als Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstag in Barsinghausen eine bessere Förderung mittelständischer Unternehmen bei Forschung und Entwicklung (FuE) gefordert hat.

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Bernhard Büthe, geschäftsführender Gesellschafter der Bergmann Automotive GmbH, erläutert Ministerpräsident Stephan Weil die Produktionsabläufe.

Quelle: Jörg Rocktäschel

Barsinghausen. Weil will eine Bundesratsinitiative starten, damit der Bund entsprechend handelt. Beim anschließenden Rundgang erläuterte Bernhard Büthe, geschäftsführender Gesellschafter von Bergmann Automotive, dem Ministerpräsidenten und Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen Metall, die Produktionsabläufe. Die Hallen waren für den Besuch zuvor noch einmal extra gereinigt worden, denn in der Gießerei staubt es.

Schmidt hatte Bergmann vorgeschlagen, weil das Unternehmen als Zulieferer für die Automobilindustrie ein typischer Mittelständler ist. 20 Millionen Zylinderlaufbuchsen für den Motorenbau werden dort jährlich hergestellt. Es sind laut Büthe Massenprodukte für VW, den französischen PSA-Konzern und Ford. Die Ware geht zudem nach Brasilien und China.

Ministerpräsident Stephan Weil hat den Autozulieferer Bergmann Automotive in Barsinghausen besucht und eine bessere Förderung mittelständischer Unternehmen bei Forschung und Entwicklung gefordert.

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Büthe begrüßte den gemeinsamen Vorstoß von Weil und Niedersachsen Metall. Danach könnte die Förderung sofort mit 10 Prozent der Personalaufwendungen mit der vom Arbeitgeber abzuführenden Lohnsteuer verrechnet werden. Alternativ könnte es auch über die jährliche Veranlagung des Unternehmens bei der Einkommen- oder Körperschaftssteuer geschehen. Wie auch immer: „Es muss unkompliziert sein“, sagte Büthe.

Bergmann entwickelt zurzeit Verfahren, damit die nächste Generation von Dieselmotoren die Abgasnorm Euro 7 schafft. Zwar haben die Konzerne eigene Forschungszweige. Doch Teile der Entwicklung und auch des Risikos, auf einem Irrweg zu sein, werden an die Zulieferer abgegeben. Ebenso läuft es bei der Herstellerhaftung. Somit werde vieles auf eigene Rechnung entwickelt, um konkurrenzfähig zu bleiben, sagte Büthe. Zudem bedeute die Haftungsregelung für Mittelständler ein großes Risiko.

Der Maschinenpark der Firma ist zum großen Teil selbst erstellt worden. Dafür wurden extra Mitarbeiter zu Maschinenbauern weitergebildet. Ingenieure würden zumeist von den großen Unternehmen angezogen. Auch das sei ein Nachteil für Mittelständler, ergänzte er.

Dennoch sieht Büthe optimistisch in die Zukunft. Bergmann will sich vergrößern, künftig 88 000 Tonnen anstatt knapp 50 000 verarbeiten. Doch dafür muss zusätzliches Gelände gekauft werden. Bei der Erweiterung müssen 20 Prozent Grünfläche nachgewiesen werden, 5 hat die Firma nur. Zur Sicherung des Standortes sei es zudem notwendig, dass der Bereich als Industriestandort ausgewiesen wird. Bislang ist es ein Gewerbegebiet. „Wir könnten zugebaut werden“, sagt Büthe. Schnelles Internet wünscht er sich auch, bislang herrsche in dem Gebiet noch Steinzeit.

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