Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Stolpersteine sind zurück in der Marktstraße

Barsinghausen Stolpersteine sind zurück in der Marktstraße

Die Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Opfer der Nazi-Herrschaft in der Marktstraße sind wieder fast komplett. Nach Abschluss der Bauarbeiten hat die Verwaltung am Donnerstag acht Erinnerungssteine an zwei Stellen der Fußgängerzone wieder ins neue Pflaster eingesetzt.

Voriger Artikel
18 Kinder machen bei den Fire-Kids mit
Nächster Artikel
Stadt feiert Ende der Bauarbeiten

Peter Holtz vom Baubetriebshof setzt sechs Stolpersteine vor dem Gebäude Marktstraße 6 ins Pflaster. Vertreter der Stadt und der Siegfried-Lehmann-Stiftung blicken ihm dabei über die Schulter.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Stolpersteine aus Messing vor den Gebäuden Marktstraße 6 und Marktstraße 28 erinnern an die Barsinghäuser Juden Sally und Rosalie Hirschberg, Herta und Selma Spanier, Elise und Clara Blumenthal, Rosalie Spiegel und Josef Hirschberg. Alle waren zwischen November 1941 und September 1942 von Barsinghausen aus in verschiedene Konzentrationslager deportiert und dort ermordet worden.

Die beiden Stolpersteine für Siegfried Philippsohn und Alma Meyer vor dem ehemaligen Kaiserhofgrundstück werden erst später wieder verlegt, wenn das geplante Ärztehaus realisiert ist.

Bisher gibt es in Barsinghausen insgesamt 45 Stolpersteine, die ersten waren im Jahr 2006 verlegt worden. Klaus-Detlef Richter, Kuratoriumsvorsitzender der Siegfried-Lehmann-Stiftung, kündigte gestern an, das Projekt fortzusetzen. „Wir wollen im Stadtgebiet sieben weitere Stolpersteine setzen“, sagte er. Richter kritisierte zugleich, dass es im Zuge der städtischen Haushaltskonsolidierung demnächst keine offizielle Geschäftsführung der Stiftung mehr geben werde. Nicht alles sei ehrenamtlich zu leisten, sagte der Altbürgermeister. „Wir dürfen nicht vergessen: Es handelt sich um eine städtische Stiftung.“

Von Andreas Kannegießer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6snqo7zf9t31iw3exj21
Musik verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Fotostrecke Barsinghausen: Musik verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de