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TSV-Vorstand ist wütend auf Ex-Vorsitzenden

Kirchdorf TSV-Vorstand ist wütend auf Ex-Vorsitzenden

Die Führung des TSV Kirchdorf hat mit Unverständnis auf die Ankündigung des Ex-Vorsitzenden Horst Fabisch reagiert, den Beschluss der Mitgliederversammlung zur Erhebung eines Sonderbeitrages gerichtlich anfechten zu wollen. „Fabisch will, dass der TSV den Bach runtergeht“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Günter Hoff.

Kirchdorf. Der TSV-Vorstand will sich nach der jüngsten öffentlichen Kritik von Fabisch am Donnerstag zu einer Sitzung treffen. „Die Vorwürfe von Fabisch sind erstunken und erlogen“, sagt Hoff und kündigt an: „Wir verfahren nach den Beschlüssen der Mitgliederversammlung.“ Die hatte für einen Vereinsausschluss von Fabisch votiert, außerdem sollen nach dem Willen der Mehrheit der Mitglieder Schadensersatzansprüche gegen ihn geltend gemacht werden. Formal muss der TSV-Vorstand nach seiner heutigen Sitzung das Ausschlussverfahren an den Ehrenrat des Vereins weiterleiten, der die endgültige Entscheidung treffen wird.

Hoff und der für den TSV aktive Rechtsanwalt Berthold Kuban haben angesichts der von Fabisch maßgeblich beeinflussten Entwicklung des von der Insolvenz bedrohten Vereins kein Verständnis für dessen jüngsten Vorstoß. Fabisch hatte unter anderem argumentiert, dass die Grundlage für die Erhebung eines Sonderbeitrages fehle, da ein solcher in der Satzung gar nicht vorgesehen sei. Da berufe sich einer auf die Vereinssatzung, der diese Satzung selbst massiv verletzt habe, sagt Kuban und verweist darauf, dass Fabisch über Jahre hinweg eine 170.000-Euro-Forderung an den TSV dem Restvorstand unterschlagen und die Existenz von Verbindlichkeiten abgestritten habe. „Das schlägt dem Fass den Boden aus“, meint Kuban. Hoff und Kuban befürchten, dass in der gegenwärtigen labilen Situation des TSV Fabischs Rundumschlag weitere negative Wirkungen auf das Bild des Vereins in der Öffentlichkeit und bei den Mitgliedern haben könnte. „Das ist das Schlimmste“, sagt Kuban.

Unterdessen ist die Spendenbereitschaft der TSV-Mitglieder für ihren Verein weiterhin ungebrochen. Inzwischen sind laut Kuban rund 47.500 Euro auf dem Treuhandkonto eingegangen. Der Verein benötigt aber mehr als 60.000 Euro an Spenden, um eine Vergleichsvereinbarung mit seinen Gläubigern abschließen zu können. „Der TSV braucht weitere Unterstützung“, appelliert Kuban an die Mitglieder.

Von Andreas Kannegießer

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