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Barsinghausen

Tafel feiert zehnjähriges Bestehen


Mit einer Feierstunde in den Räumen der Petrusgemeinde hat die Barsinghäuser Tafel ihr zehnjähriges Bestehen begangen. Dabei gab es vor rund 100 Gästen viel Lob für die Institution und die große Zahl engagierter Helfer.
Heide Müller (links) und Andrea Pinsker gestalten die Feier musikalisch.Kannegießer.

Heide Müller (links) und Andrea Pinsker gestalten die Feier musikalisch.Kannegießer.

© dpa

Barsinghausen.  Die von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) organisierte Tafel habe in Barsinghausen in zehn Jahren viel bewegt, sagte der Barsinghäuser AWO-Vorsitzende Reinhard Dobelmann. Er erinnerte daran, dass Lonny Vosshenrich im Jahr 2001 „die bestechende Idee“ hatte, ein solches Angebot für Bedürftige zu schaffen – das dann auch schnell umgesetzt wurde. Am Anfang sei ständiges Klinkenputzen notwendig gewesen, sagte Dobelmann. „Es musste Kärrnerarbeit geleistet werden.“

Langfristiges Ziel müsse es sein, die Tafeln in Deutschland überflüssig werden zu lassen. „Es ist ein Skandal, dass Kinder in einem so reichen Land noch immer eines der größten Armutsrisiken sind.“ Der AWO-Vorsitzende betonte, dass die Tafel von Stiftungen und vielen Spendern großzügig unterstützt werde. „Ich bin froh, dass wir in der gegenwärtigen Situation nicht von der Stadt Barsinghausen abhängig sind.“

Besonders würdigte er die Rolle der rund 80 ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter. „Ihre Hilfe ist einfach unbezahlbar.“

„Brücken zwischen Mangel und Überfluss“

Christa Ufer erinnerte an Meilensteine der Tafel-Geschichte, darunter die Anschaffung des ersten Kühlfahrzeugs 2010 und die Einrichtung einer Ausgabestelle in Gehrden im April 2011. Die AWO-Vorsitzende der Region Hannover, Silke Lesemann, bezeichnete Tafeln als „Brücken zwischen Mangel und Überfluss“.

Die von der Tafel geleistete Arbeit sei gelebte Solidarität, allerdings dürften Tafeln „nicht Lückenbüßer für eine verfehlte Sozialpolitik sein“.

Grußworte sprachen Gehrdens Bürgermeister Hermann Heldermann, Barsinghausens stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Beckmann und Jutta Meyer vom Landesverband der niedersächsischen Tafeln. Umrahmt wurde die Feier von den Querflötistinnen Andrea Pinsker und Heide Müller.

Andreas Kannegiesser

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Der Thie ist der zentrale Platz in Barsinghausen. (Foto: Hönemann)
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  • Stadtverwaltung: Bergamtstraße 5,
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