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Robra plädiert für noch mehr Transparenz

Barsinghausen Robra plädiert für noch mehr Transparenz

Der Themenkomplex Flüchtlinge und Zuwanderung hat die Neujahrsbegegnung des DGB-Ortsverbandes Barsinghausen bestimmt. Ortsverbandsvorsitzender Michael Pöllath und der Erste Stadtrat Georg Robra plädierten vehement dafür, dass Barsinghausen auch weiterhin ein Zufluchtsort für Schutz suchende Menschen aus Kriegsgebieten sein solle.

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DGB-Vorsitzender Michael Pöllath (rechts) und sein Stellvertreter Frank Marks (links) begrüßen den Ersten Stadtrat Georg Robra als Referenten bei der DGB-Neujahrsbegegnung.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Nach Robras Worten sind Politik und Verwaltung aber noch stärker gefordert, den Bürgern zu erklären, „warum wir so handeln, wie wir handeln“. Barsinghausen sei ein gutes Beispiel für Integration, stellte Pöllath am Sonntagmittag vor rund 60 Gästen in der Waschkaue fest. Nach der Ankündigung zum Bau der Flüchtlingsunterkunft an der Einsteinstraße habe sich die Stimmung allerdings verschlechtert, sagte er. Bedenken von Bürgern müssten ernst genommen werden. „Wir dürfen sie nicht rechter Propaganda überlassen.“ Zugleich plädierte Pöllath dafür, eine klare Haltung in der Flüchtlingsfrage einzunehmen: „Es ist Zeit, dem rechten Lager zu zeigen: Wir halten zusammen“, sagte der DGB-Vorsitzende. Für die geplante Unterkunft in Kirchdorf wünsche er sich, dass sich eine Initiative wie in Bantorf zusammenfinde, „die Flüchtlinge willkommen heißt“.

Robra schilderte eindrücklich die Schwierigkeiten, denen die Stadtverwaltung in der gegenwärtigen Situation begegnen muss. Knapp 600 Flüchtlinge würden derzeit von der Stadt betreut, und jede Woche kämen etwa 30 hinzu, sagte er. „Primäre Aufgabe ist es, die Menschen, die wir Flüchtlinge nennen, menschenwürdig unterzubringen.“ Eine dezentrale, kleinteilige Unterbringung sei nicht mehr zu schaffen, sagte der Erste Stadtrat. Mietwohnungen seien kaum noch zu bekommen, zugleich verschlechterten sich auch die Chancen für Menschen mit niedrigem Einkommen, preisgünstigen Wohnraum zu finden. Das sei „ein Riesenproblem“, betonte Robra. „Wir haben eine große Aufgabe zu stemmen, um den sozialen Frieden in Barsinghausen zu erhalten.“

Aus Sicht des Ersten Stadtrates sind Transparenz und Offenheit wichtig, damit die Bürger das Handeln von Rat und Verwaltung akzeptieren. „Wir sind alle gefordert, noch mehr Gespräche zu führen und zu informieren“, sagte er. Ängste und Befürchtungen müssten ernst genommen werden. „Die AfD darf kein Sammelbecken werden für die, die Informationsbedarf haben.“ Erklärt werden müsse beispielsweise, warum die Stadt auch aus wirtschaftlichen Gründen auf das Angebot der Region zum Bau der Unterkunft an der Einsteinstraße eingegangen sei. Um Steuergeld sinnvoll einzusetzen, sei es notwendig, größere Einheiten zu schaffen. Dabei hat die Stadtverwaltung die Region offenbar schon gebremst: Ursprünglich habe die Region dort dreigeschossig bauen und zweimal 500 Plätze schaffen wollen, berichtete Robra.

Von Andreas Kannegießer

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