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Innenminister macht Wahlkampf im Zechensaal

Barsinghausen Innenminister macht Wahlkampf im Zechensaal

Kurz vor Bundes- und Landtagswahl finden zig Wahlkampfveranstaltungen statt - doch dass der Bundesinnenminister in den Zechensaal kommt, ist schon eine eher außergewöhnliche Veranstaltung. Vor 250 Besuchern sprach Thomas de Maizière - und lies sich danach mit seinen "Fans" fotografieren.

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Thomas de Maizière wird im Zechensaal von zahlreichen Besuchern und Parteikollegen empfangen.

Quelle: Malecha

Barsinghausen. Auf dem Zechengelände stehen uniformierte Polizisten, weitere laufen das Areal mit Hunden ab. Und zwischen die Gäste, die mit Bratwurst und Bier auf den Innenminister warten, mischen sich Männer in schwarzen Anzügen mit Knopf im Ohr. Grund für all das Sicherheitspersonal: Der Besuch von Thomas de Maizière.

Der ist zu einer Wahlkampfverasnstaltung an den Deister gekommen - auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth. Wieso ausgerechnet nach Barsinghausen? Das habe einen ganz simplen Grund, sagt Barbara Konze, Wahlkampfleiterin von Flachsbarth: "Sie hat ihn einfach gefragt - und er hat ja gesagt." Und so warten rund 250 Besucher darauf, dass der Innenminister mit ihnen über "Sicherheit und Ordnung" spricht.

Bereits anderthalb Stunden vor dem offiziellen Beginn kommen die ersten Gäste in den Zechensaal. Während die einen sich unterhalten, lesen sich die anderen das ausgelegte Heft mit "Marias Grillrezepten aus dem Calenberger Land" durch. Passend dazu sind Grillzangen und Gewürzbeutel auf den Tischen verteilt. Dass am Eingang von Ordnern Taschen kontrolliert werden, ist eher eine Seltenheit - doch angesichts des hohen Besuchs eine Notwendigkeit. Auch, wo genau der Innenminster den Saal betritt, bleibt bis zum Schluss offen. Drei Eingänge werden bereitgehalten, damit eventuelle Störenfriede zur Not umgangen werden können.

Aber es bleibt alles ruhig an diesem Abend. Und so kann de Maizière von seinen CDU-Parteikollegen aus Barsinghausen vor dem Haupteingang des Saals empfangen werden. Zu den Klängen des Niedersachsenlieds, gespielt vom Musikverein Dedensen, betritt der Innenminister gemeinsam mit Flachsbarth, dem Stadtverbandsvorsitzenden Gerald Schroth sowie den Landtagskandidaten Max Matthiesen und Torsten Luhm den Saal.

De Maizière referiert rund eine Stunde lang zu den Themen Sicherheit und Ordnung; nicht ohne vorher scherzhaft seine Verwunderung darüber zu Äußern, dass er doch eigentlich in einen "Zeichensaal" eingeladen wurde - von Farbe und Pinseln im Zechensaal allerdings keine Spur sei. Von allen Seiten blitzen die Kameras auf, manch einer filmt ganze Passagen der Rede mit dem Handy, während auf dem Podest über Polizisten, Technik und Befugnisse, um Flüchtlinge, Überwachung und organisierte Kriminalität und die Verrohung der Gesellschaft gesprochen wird.

Abschließend dürfen noch vier Gäste ihre Fragen an den Innenminister loswerden. Vor allem, ob eine Koalition mit den Grünen vorstellbar wäre, warum der DFB nicht die Polizeieinsätze zu Bundesligaspielen zahlen muss, was er gegen Salafisten tun kann und welche Auswirkungen künstliche Intelligenz auf die Sicherheit der Bürger hat, interessiert die Besucher.

Nachdem zum Abschluss der Veranstaltung noch die Nationalhymne gesungen wird, will der Innenminister eigentlich fahren. Doch der Andrang der Besucher hält ihn auf: Zahlreiche Bürger stürmten auf de Maizière zu, der geduldig Fotos und Selfies mit ihnen macht. Dann verschwindet er wieder - dicht gefolgt von den Männern in schwarzen Anzügen und Knopf im Ohr.

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Von Lisa Malecha

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