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Tierfreundin päppelt Stute Adele wieder auf

Barsinghausen Tierfreundin päppelt Stute Adele wieder auf

Adele schaut mit neugierigen Augen unter ihrer weißen Mähne hervor und schnauft zufrieden. Der 13-jährigen Stute geht es gut. Aber das war nicht immer so, denn Adele lebte in einer schlechten Tierhaltung – bis ihre jetzige Besitzerin Andrea Eicke im Sommer 2014 einschritt und das damals völlig geschwächte Pferd freikaufte.

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Ernst Wildhagen und Andrea Eicke setzen sich für das Rheinländer-Kaltblut Adele ein.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. "Sie war völlig abgemagert, geschwächt und total verwurmt", beschreibt Andrea Eicke den verwahrlosten Zustand von Adele vor knapp drei Jahren. Kurz zuvor hatte die Region Hannover als zuständige Aufsichtsbehörde ein Haltungs- und Betreuungsverbot gegen die frühere Besitzerin erlassen.

Deren umstrittene Pferdehaltung auf zwei Weideflächen am Blumenhof stand schon mehrere Jahre in der Kritik – insbesondere auch des Tierschutzvereins Barsinghausen und Umgebung.

Wenige Tage vor einer Beschlagnahme der Tiere übernahm Andrea Eicke aus Gehrden die Rheinländische Kaltblut-Stute Adele, um sie auf eigene Kosten wieder aufzupäppeln und dem Pferd ein besseres Leben zu ermöglichen.

"Früher hatte ich 20 Jahre lang einen Vollblut-Wallach. Daher kenne ich mich mit Pferden bestens aus und wollte dem Tier etwas Gutes tun", erläutert die Gehrdenerin.

Zunächst stand Adele auf einer Sommerweide und kam allmählich wieder zu Kräften. Vor rund einem Jahr wechselte das Tier in einen Stall auf einem Hofgelände in der Deisterstadt. Zum selben Zeitpunkt traten plötzlich Koliken und schwere Magengeschwüre bei dem Kaltblut auf.

"Vermutlich als Spätfolgen der Verwurmung von 2014", sagt Andrea Eicke, die Adele in der Pferdeklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover operieren ließ. Zwar mit Erfolg, aber beim Eingriff traten Herzrhythmusstörungen bei dem 13-jährigen Tier auf. Darum muss Adele noch zu weiteren Untersuchungen.

Für Andrea Eicke bedeuten die Operations- und Arztkosten einen erheblichen finanziellen Aufwand von bislang rund 12000 Euro. "Davon sind derzeit noch etwa 4000 Euro offen. Jeden Monat zahle ich eine Rate von 250 Euro an die Tierärztliche Hochschule", erklärt Eicke, die mit der Hochschule ein Spendenkonto eingerichtet hat und aus dem Hilfsfonds des Tierschutzvereins Barsinghausen einen Zuschuss von 500 Euro erhält. Neben den Arztkosten zahlt die Besitzerin monatlich einen Betrag von 1000 Euro für Futtergeld und Stallmiete.

"Als ich Adele damals freigekauft habe, wollte ich dem Tier unbedingt helfen. Mir war bewusst, dass ich damit eine sehr große Verantwortung übernehme. Mein Herz hängt an dem Tier. Aber auch wenn es hart klingt: Nochmal würde ich es wahrscheinlich nicht machen. Die Kosten sind enorm", betont die Frau aus Gehrden.

Ernst Wildhagen, Vorsitzender des Tierschutzvereins Barsinghausen und Umgebung, lobt das Engagement für Adele und stellt weitere Unterstützung in Aussicht. Allerdings sei das Budget des Hilfsfonds auf 2000 Euro pro Jahr beschränkt.

Spenden für die Behandlung von Adele gehen direkt an die Tierärztliche Hochschule Hannover, Verwendungszweck: Adele Kd.-Nr. P/022289/3, IBAN: DE23250500000106031156.

Von Frank Hermann

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