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Tierschützer kritisieren Waschbär-Jagd

Barsinghausen Tierschützer kritisieren Waschbär-Jagd

Auf Kritik stößt das Vorhaben der Jägerschaft Hannover-Land, mithilfe sogenannter Lebendfallen die Waschbären in den sieben angeschlossenen Hegeringen zu bejagen. Ernst Wildhagen, Vorsitzender des Tierschutzvereins Barsinghausen, hält diese Jagd für falsch und für unnötig.

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Jäger: Waschbären sollen nicht in Lebendfallen gefangen werden.

Quelle: Symbolbild

Barsinghausen. Vielmehr ruft Wildhagen dazu auf, sich mit der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Tierart im Calenberger Land zu arrangieren. Waschbären lassen sich nach Ansicht des Vereinsvorsitzenden nicht mehr zurückdrängen oder gar ausrotten: „Er gehört jetzt auch zur heimischen Tierwelt und hat das gleiche Recht auf Leben wie alle andere Tiere“, erläutert Wildhagen. Der Verein kümmere sich „selbstverständlich um alle Tiere, die unsere Hilfe brauchen“. Dazu gehörten auch verletzte Waschbären oder Jungtiere ohne Mutter.

In einem auf drei Jahre angelegten Kooperationsprojekt mit der Region Hannover beginnt die Jägerschaft damit, die Waschbären in den Revieren zwischen Hannover und dem Deister zu bejagen - um deren Bestand zu reduzieren. Als Begründung verweisen die Jäger auf ein aggressives Verhalten der Waschbären gegenüber heimischen Tierarten wie zum Beispiel Rebhuhn, Fasan und Kiebitz. Diese Arten seien mittlerweile bedroht. Die Jägerschaft sieht sich nach Angaben ihres Vorsitzenden Werner Burose zum Handeln gezwungen, weil die Waschbären als eingewanderte Tierart keine natürlichen Feinde haben.

Diese Argumentation hält Wildhagen für falsch: „Selbstverständlich werden junge Waschbären auch von Füchsen und Wildschweinen gefressen.“ Zudem seien Waschbären keine Bedrohung für andere Tierarten. Und das Töten der Tiere trage nicht zur Reduzierung des Bestandes bei, da die Natur für eine größere Nachkommenschaft sorge. „Absolut unwaidmännisch“ sei es, die Waschbären lebend zu fangen und dann im Käfig zu erschießen. Wildhagen verweist unter anderem auf Aussagen eines NDR-Berichtes.

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