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Totes Pferd schreckt Tierschützer auf

Nordgoltern Totes Pferd schreckt Tierschützer auf

Ein totes, mit einer Plane abgedecktes Pferd auf einer Weide am Aueweg in Nordgoltern hat am Donnerstag die Mitglieder des Barsinghäuser Tierschutzvereins auf den Plan gerufen. Das Tier, eine Schimmelstute, war Spaziergängern bereits in den vergangenen Wochen aufgefallen, weil es so abgemagert war.

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Die spindeldürre Schimmelstute auf der Weide in Nordgoltern war Spaziergängern in den vergangenen Tagen mehrfach aufgefallen. Nun ist das offenbar altersschwache Tier tot - von einem Tierarzt eingeschläfert.

Quelle: Privat

Nordgoltern. Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen liegen nach Einschätzung der Polizei und der Veterinärbehörde allerdings nicht vor: Das altersschwache Pferd ist demnach am Mittwoch von einem Tierarzt eingeschläfert worden und konnte nicht sofort abtransportiert werden.

Nach den Worten von Andrea Wildhagen vom Vorstand des Tierschutzvereins hatten die Tierschützer über ihre Hotline und die sozialen Medien mehrfach Hinweise auf die spindeldürre Schimmelstute erhalten. Als Mitglieder des Vereins am Donnerstag die Weide und das Pferd begutachten wollten, lag es zugedeckt und tot in einer Ecke.

Wildhagen alarmierte das Veterinäramt und die Polizei, weil sich auf der Weide weitere Pferde befanden, die in der heißen Mittagszeit kein Wasser hatten. "Für uns war Gefahr im Verzug", sagt Wildhagen.

Die weiteren Ermittlungen ergaben dann aber, dass der Tod der Schimmelstute offenbar nicht auf Versäumnisse der Pferdebesitzer zurückzuführen ist. "Es war ein sehr altes Tier", sagte ein Sprecher der Barsinghäuser Polizei. Das Tier sei von einem Veterinär eingeschläfert worden und nach Absprache über Nacht auf dem Gelände liegengelassen worden, weil nicht sofort ein Abdecker zur Verfügung stand. "Es geht alles mit rechten Dingen zu", betonte die Polizei.

Auch die Region Hannover bestätigte diesen Sachverhalt. Bei der letzten planmäßigen Kontrolle des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen auf der Weide im April sei das Pferd schon nicht in gutem Ernährungszustand gewesen, teilte Regionssprecherin Carmen Pförtner mit. Gemäß Untersuchung des betreuenden Tierarztes sei es trotz fortgeschrittenen Alters damals aber noch gesund und munter gewesen. "In der Zwischenzeit hat sich der Gesundheitszustand des Tieres akut verschlechtert." Der Region sei dazu allerdings bis Mittwoch nichts angezeigt worden.

Die Experten des Veterinäramtes halten es für denkbar, dass die Schimmelstute wegen ihres Alters Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt hatte und daher eine ausreichende Futterverwertung nicht mehr möglich war.

Sicherheitshalber hat die Region laut Pförtner die Sektion des Tieres angeordnet. Eine Amtstierärztin habe am Mittwoch nach einer Anzeige auch die anderen Tiere auf der Weide kontrolliert. "Dabei hat die Tierärztin festgestellt, dass alle anderen Pferde in einem guten Ernährungs- und Pflegezustand sind."

Von Andreas Kannegießer

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