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Flüchtlinge eröffnen Girokonten

Barsinghausen Flüchtlinge eröffnen Girokonten

Mehr als 30 Flüchtlinge haben Freitagnachmittag in der Stadtsparkasse Barsinghausen ein Girokonto eröffnet - und besitzen damit zum Teil das erste Konto ihres Lebens. Um die Nachfrage zu decken, bot das Geldistitut unterstützt von Integrationslotsen erstmals Sonderöffnungszeiten für Asylsuchende an.

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Kerstin Beckmann vom Sparkassen-Verwaltungsrat (von links), Vorstandsvorsitzender Reinhard Meyer und Vorstandsmitglied Britta Sander setzen auf Girokonten für Flüchtlinge.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. "Wir haben viele Asylsuchende begrüßt, die vorher noch nie ein Konto gehabt haben", sagte Vorstandsvorsitzender Reinhard Meyer zu der rund zweieinhalbstündigen Aktion. Unterstützt von Dolmetschern aus dem Kreis der ehrenamtlichen Barsinghäuser Integrationslotsen informierten 17  Sparkassenberater die neuen Kunden aus neun Ländern - unter anderem dem Sudan, Somalia, Syrien, Afghanistan und dem Irak - über das Girokonto sowie den Umgang mit den Geldautomaten und Überweisungsgeräten. Zwar habe sich die Sparkasse noch mehr Zulauf erhofft, doch müsse sich die Möglichkeit für ein Konto offenbar noch bei den Flüchtlingen herumsprechen.

Nach neuer Rechtslage genügt für Flüchtlinge inzwischen eine Meldebescheinigung der Stadt, um ein Konto zu eröffnen. "Das war vor ein paar Wochen noch undenkbar", betonte Marketingleiter Martin Wildhagen. Zuvor war dies laut Geldwäschgesetz untersagt. Daher musste die Rathauskasse Schecks ausstellen, die die laut Aufenthaltsstatus geduldeten Menschen dann bei der Stadtsparkasse einlösen konnten. Zwar müssten auch die Flüchtlinge die üblichen Gebühren für die Kontoführung zahlen, die Vorteile des Kontos würden aber überwiegen, ist sich Meyer sicher. Damit müssten die Asylbewerber nicht wie bisher beim Scheckverfahren die gesamte Summe auf einmal abheben, könnten auch außerhalb der Sparkassen-Öffnungszeiten Geld bekommen und das Online-Banking nutzen.

Die 17 Sparkassenberater waren freiwillig für die Aktion und damit für die gute Sache im Einsatz. Für jeden Mitarbeiter, der am Freitag teilnahm, will das Geldinstitut 50 Euro für die Flüchtlingshilfe spenden, weitere 1000 Euro gibt die Deka-Bank, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört, hinzu. Die Stadtsparkasse ist am Freitag, 2. Oktober, von 14 bis 16 Uhr ein weiteres Mal speziell für Flüchtlinge geöffnet.

Von Carsten Fricke

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