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Flüchtlingsunterkunft: Gerüchte sind falsch

Egestorf Flüchtlingsunterkunft: Gerüchte sind falsch

Die Stadt Barsinghausen will die nächste größere Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Egestorf bauen – aber nicht auf dem zentral gelegenen Grundstück zwischen Eickenwiese, Ammerke und dem Egestorfer Jugendhaus. Die Verwaltung weist strikt zurück, dass dieses Areal als Standort favorisiert werde. Entsprechende Gerüchte werden seit mehreren Tagen offenbar gezielt in Egestorf gestreut.

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Die Stadtverwaltung hat klargestellt, dass die in Egestorf geplante Flüchtlingsunterkunft nicht auf dem zentralen Areal zwischen Eickenwiese, Ammerke und dem Jugendhaus entstehen wird.

Quelle: Archiv (Symbolbild)

Egestorf. Die Nachricht, die wohl vor allem in WhatsApp-Gruppen kursiert, ist von einer Luftbildskizze begleitet, die offenbar eine amtliche Herkunft vortäuschen soll. Darauf ist das Grundstück zwischen Eickenwiese und Jugendhaus markiert und mit dem Hinweis „500 Plätze“ versehen.

„Das ist kein von der Stadt angedachter Standort für ein Flüchtlingsheim“, sagt Erster Stadtrat Georg Robra. Die Skizze stamme nicht von der Verwaltung. Robra spricht von „perfider Stimmungsmache“ im zweitgrößten Barsinghäuser Stadtteil.

Nach den Worten des stellvertretenden Verwaltungschefs gibt es derzeit Abstimmungsgespräche zwischen Verwaltung und den Ratsfraktionen darüber, welche Fläche in Egestorf für den Bau eines Flüchtlingsheims infrage kommt. Mehrere Grundstücke seien denkbar, nicht alle befänden sich im Eigentum der Stadt, betont Robra. Es gelte, „Chancen und Risiken der Standorte zunächst im kleineren Rahmen zu besprechen“. Es mache wenig Sinn, mit den Bürgern „in unkonkreter Weise über Standorte zu diskutieren“, weil dann erfahrungsgemäß von betroffenen Anliegern nach dem St.-Floriansprinzip argumentiert werde. „Deshalb ist eine geordnete Kommunikation wichtig.“

Laut Robra sollen die Ergebnisse der Abwägung zwischen Verwaltung und Politik in Beschlussvorlagen für den Verwaltungsausschuss und den öffentlich tagenden Rat münden. Der Rat soll demnach am 28. April abschließend entscheiden, wo in Egestorf die größere Unterkunft errichtet wird. Robra betont, dass auch keineswegs über ein Heim mit 500 Plätzen diskutiert werde, sondern über eine Größenordnung vergleichbar der der beschlossenen Einrichtung an der Einsteinstraße für 328 Bewohner.

Parallel beraten Verwaltung und Politik auch darüber, welche Ortsteile danach für den Bau weiterer Flüchtlingsheime vorgesehen werden. „Wir brauchen bis zum Jahresende insgesamt vier bis fünf größere Unterkünfte“, betont der Erste Stadtrat.

Von Andreas Kannegießer

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