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Verein Der Steg braucht Verstärkung

Barsinghausen Verein Der Steg braucht Verstärkung

Der Barsinghäuser Selbsthilfeverein Der Steg hat weiterhin Probleme mit der Besetzung seiner Führungsämter. Derzeit organisieren und leiten Ulla Diener und Rosemarie Thomas alleine die Selbsthilfeeinrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige.

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Der Verein Der Steg hat seine Basis in dem Treffpunkt an der Altenhofstraße.

Quelle: Archiv (Rocktäschel)

Barsinghausen. „Wir brauchen dringend ehrenamtliche Unterstützung. Wir können die Arbeit nicht dauerhaft zu zweit leisten“, sagte Ulla Diener am Mittwochabend in der Sitzung des städtischen Sozialausschusses. Diener und Thomas erläuterten den Ausschussmitgliedern das umfangreiche Angebot des Vereins, der mehrere Selbsthilfegruppen in seiner Begegnungsstätte an der Altenhofstraße betreibt und kompetente Beratung anbietet.

Insbesondere Angst- und Panikzustände seien allgemein auf dem Vormarsch, berichtete Diener. Der Steg biete Hilfe zur Selbsthilfe. „Niemand muss alleine sein, wenn die Seele weint.“ Der Steg hat rund 140 Mitglieder, von denen nach Dieners Worten rund 40 die Angebote des Vereins nutzen. Ziel sei es, Erkrankten zu mehr Selbstvertrauen zu verhelfen. „Der Fortbestand des Vereins ist von immenser Bedeutung für Betroffene“, sagte Diener. Leider scheine „das Ehrenamt ein Auslaufmodell zu sein“.

Die Ausschussmitglieder lobten die Arbeit des Stegs und den Einsatz der beiden Frauen an der Spitze in den höchsten Tönen. „Das ist ein tolles Engagement“, sagte Ausschussvorsitzender Henning Schünhof (SPD). Max Matthiesen (CDU) signalisierte im Namen des Rates Unterstützung. „Wir sollten um die Einrichtung kämpfen“, sagte er. „Wenn Sie etwas brauchen, sagen Sie es. Und lassen Sie sich bloß nicht unterkriegen.“ Die Ausschussmitglieder und die Steg-Sprecherinnen waren sich einig, dass Kooperationen mit anderen Vereinen und Einrichtungen wie etwa der Selbsthilfegruppe Lichtblick helfen könnten, die Probleme zu lösen. Spontan bot in der Ausschusssitzung Ingrid Zimmermann vom Sucht-Selbsthilfeverein Gruppe 77 ihre Unterstützung an. „Wir können uns kurzschließen“, sagte sie.

Von Andreas Kannegießer

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