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Vermittlung wird immer schwieriger

Barsinghausen Vermittlung wird immer schwieriger

20 junge Menschen im Alter von 15 bis 27 Jahren bereiten sich in der Jugendwerkstatt Labora auf eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz vor. Dass dies nicht immer einfach ist, verdeutlichte Betriebsleiterin Daniela Scheibe dem Europaabgeordneten Burkhard Balz und der Bundestagsabgeordneten Monika Flachsbarth (beide CDU).

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Wertstoffhof-Leiterin Anna Bruns (rechts) und einige Teilnehmer der Jugendwerkstatt stellen den Besuchern um Geschäftsführer Reiner Kaste, die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth und den CDU-Europaabgeordneten Burkhard Balz das Labora-Gelände vor.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. „Die Jugendlichen, die zu uns kommen, haben multiple Problemlagen“, sagte Scheibe. Viele kämen ohne Schulabschluss oder nach dem Abbruch einer Ausbildung in die Jugendwerkstatt, die mit dem Jobcenter kooperiert und die von der Europäischen Union gefördert wird. Sechs Mitarbeiter würden den Teilnehmern über sechs bis 24 Monate auf dem Wertstoffhof sowie in den Bereichen Hauswirtschaft und Polytechnik eine feste Tagesstruktur geben und Kernkompetenzen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit vermitteln. Zusätzlich zu 13 Teilnehmern, die vom Jobcenter an die Jugendwerkstatt vermittelt werden, nimmt Labora bis zu sieben freiwillige Teilnehmer auf – darunter zuletzt immer mehr Flüchtlinge.

„Die jungen Menschen, die freiwillig zu uns kommen, sind sehr zuverlässig“, sagte Scheibe. So hätten zwei junge Syrer aus Garbsen täglich je eineinhalb Stunden An- und Abreise auf sich genommen. „Und die saßen jeden Morgen pünktlich hier“, erzählte sie.

Das Ziel bei allen Teilnehmern sei die Vermittlung in ein Praktikum und im Anschluss idealerweise in eine Festanstellung. Ein jungen Algerier habe zum Beispiel über ein Praktikum einen Ausbildungsplatz beim Backwarenhersteller Bahlsen erhalten. Allerdings werde eine solche Vermittlung immer schwieriger, da fast alle Handwerksberufe in den vergangenen Jahren eine Neuordnung erfahren hätten und Deutschkenntnisse meist unabdingbar seien. So gebe es heute kaum noch sogenannte „Handlangertätigkeiten“, sagte die Betriebsleiterin. Und für Flüchtlinge sei es kaum möglich, in kurzer Zeit deutsch zu lernen. „Die Deutsch-Kursangebote sind bei Weitem nicht ausreichend“, bemängelte sie.

„Doch durch unsere enge Begleitung haben wir auch immer wieder Erfolge“, sagte Scheibe. Die Integration der jungen Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt sei also möglich. „Aber wir müssen eine Menge dafür tun“, betonte die Labora-Betriebsleiterin. 

Von Carsten Fricke

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