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Viel Arbeit für Schuldnerberater

Barsinghausen Viel Arbeit für Schuldnerberater

Persönliche Überschuldung ist ein verbreitetes Problem: Etwa jeder zehnte Bürger in Barsinghausen ist nicht in der Lage, seine laufenden Rechnungen ohne Probleme zu begleichen. Die soziale Schuldnerberatung der Diakonie bietet Betroffenen Unterstützung an. Das Beratungsangebot wird von den Sparkassen mitfinanziert.

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Sparkassendirektor Reinhard Meyer (von links) überreicht symbolisch eine Spende für die Schuldnerberatung an Günter Meyer und Jörg Engmann vom Diakonieverband Hannover-Land.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. "Die Nachfrage hat nicht nachgelassen", sagt Schuldnerberater Günter Meyer, der für den Diakonieverband verschuldete Haushalte in Barsinghausen und Springe unterstützt. Deshalb gebe es längere Wartezeiten auf Beratungstermine. Ziel sei es, binnen eines Monats einen Erstberatungstermin anzubieten. "Aber in Notsituationen versuchen wir, binnen Tagen zu helfen", sagt Meyer. Dazu gehörten etwa drohende Pfändungen.

Die Schuldnerberatung der Diakonie sei gemeinnützig, kostenlos und offen für alle Zielgruppen, betonen Meyer und der Geschäftsführer des Diakonieverbandes Hannover-Land, Jörg Engmann. Häufige Ursachen für das Abgleiten in die Verschuldung sind nach den Erfahrungen der Experten oft Arbeitslosigkeit, plötzliche Einkommensverluste oder Trennungen. Oft seien auch Alleinerziehende, Rentner oder Kleingewerbetreibende betroffen, berichtet Meyer. "Bei vielen Betroffenen führt Verschuldung zu Perspektivlosigkeit und Ohnmacht." Krankheiten seien eine häufige Folge der psychischen Belastungen - ebenso wie Krankheiten auch Auslöser einer Schuldenproblematik sein können.

Die Aufgabe von Meyer und den anderen Schuldnerberatern des Diakonieverbandes ist es, den Ratsuchenden Wege zur Problemlösung aufzuzeigen und mit Gläubigern zu verhandeln. "Im Notfall wird ein Insolvenzverfahren eingeleitet, das wir dann auch begleiten", sagt Meyer.

An der Finanzierung des diakonischen Beratungsangebots beteiligen sich das Land, die Region Hannover, die Kirche und die Kommunen. Auch die niedersächsische Sparkassen-Finanzgruppe ist über einen mit dem Land abgeschlossenen Vertrag mit im Boot: Sie steuert jährlich 560.000 Euro zu den Kosten bei. Am Dienstagvormittag hat die Stadtsparkasse Barsinghausen den auf Barsinghausen entfallenden Anteil - rund 9700 Euro - als Spende an die Diakonie überreicht. Sparkassendirektor Reinhard Meyer betonte die Bedeutung des gemeinnützigen Beratungsangebots, an dessen Finanzierung sich die Sparkasse gerne beteilige.  

Von Andreas Kannegießer

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