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Viele Schlägereien halten die Polizei in Atem

Barsinghausen Viele Schlägereien halten die Polizei in Atem

Das 45. Barsinghäuser Stadtfest hat der Polizei viel Arbeit beschert. „Es war deutlich turbulenter als in den Vorjahren“, sagte Polizeihauptkommissar Harald Münter am Sonntag in einem ersten Fazit. Die Einsatzkräfte mussten vor allem bei Schlägereien einschreiten. Unrühmlicher Höhepunkt war in der Nacht zu Sonnabend eine Auseinandersetzung, an der auch eine Gruppe von 96-Ultras beteiligt war.

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Die Polizei war während des 45.Barsinghäuser Stadtfestes wieder stark gefordert.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. „Das Aggressionspotential war höher als sonst“, sagte Münter. Möglicherweise habe das heiße Wetter und der dadurch besonders hohe Alkoholkonsum mancher Festgäste dazu beigetragen. Zu der Konfrontation mit den Fußballfans war es laut Polizei im Zuge einer größeren Schlägerei am Sonnabend gegen 2 Uhr in der Glockenstraße gekommen. Als die Polizei einschritt, solidarisierten sich rund 20 offenbar gewaltbereite Fußballfans mit den Beteiligten. Diese hatten offenbar auf der Rückfahrt vom 96-Spiel in Bochum eine Zwischenstopp am Deister eingelegt. Die 96-Ultras pöbelten die Beamten an und nahmen eine drohende Haltung gegen die Einsatzkräfte ein. Die Beamten setzten mehrfach Reizstoff ein. Sie forderten weitere Einsatzkräfte aus Hannover mit Diensthunden an. Erst als die Polizei den Randalierern mit starken Kräften gegenüberstand, gelang es endgültig, die Lage zu beruhigen. Ein Diensthundeführer wurde nach Polizeiangaben durch einen Faustschlag eines 19-jährigen Barsinghäusers verletzt. Der alkoho­lisierte Schläger musste die Nacht in der Gewahrsamszelle der Polizei verbringen.

Am frühen Sonnabendmorgen gegen 4.30 Uhr hat ein Unbekannter in der Marktstraße einem 30-jährigen Mann aus Rodenberg bei einer Auseinandersetzung einen Stuhl über den Kopf geschlagen. Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise, um den Schläger zu identifizieren. Im Bereich der Freiluft-Disko auf dem unteren Rathausparkplatz sind am frühen Sonnabendmorgen drei Personen durch Flaschenwürfe in die Menge verletzt worden.

Am Sonnabendabend hat ein unbekannter Mann vor dem Auto-Scooter an Volkers Hof zwei Mädchen im Alter von elf und zwölf Jahren mit Reizgas besprüht. Hinweise auf den Täter liegen nicht vor. Im Laufe des Abends und der Nacht zum Sonntag gab es erneut an etlichen Stellen in der Innenstadt handfest ausgetragene Auseinandersetzungen, bei denen die Polizei eingreifen musste. Ein 37-Jähriger, der an der Deisterstraße auf einen 32-jährigen Mann eingetreten und ihn geschlagen hatte, wurde in Gewahrsam genommen. Allerdings sind nicht nur Männer als aggressive Streithähne aufgefallen. Im Bereich Volkers Hof sind laut Polizei gegen 21.40 Uhr zwei 17-jährige Mädchen in Streit geraten, bei dem eine der anderen kräftig ins Gesicht geschlagen hat. Gegen die Täterin wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Die wohl kurioseste Straftat ist laut Polizei am Sonnabend gegen 19.55 Uhr an der Breiten Straße begangen worden. Dort steckte ein bisher unbekannter Täter einer 18-jährigen Frau ein schweres Vorhängeschloss durch ein großes Loch im rechten Ohrläppchen, einen sogenannten Flesh-Tunnel. Der Unbekannte schnappte das Schloss zu und verschwand in der Menge. Das Schloss musste mittels eines Bolzenschneiders entfernt werden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung gegen Unbekannt.

Von Andreas Kannegießer

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