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Weg mit der Wertstoffinsel?

Barsinghausen Weg mit der Wertstoffinsel?

Immer wieder entzündet sich Kritik an den sogenannten Wertstoffinseln des Abfallentsorgers aha - insbesondere wegen häufiger Verschmutzungen. Der CDU-Ratsherr Karl-Heinz Neddermeier schlägt jetzt vor, die rund 20 Sammelplätze in der Deisterstadt zu schließen, und dafür eine zentrale Annahmestelle einzurichten.

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Frisch gesäubert: Der Wertstoffsammelplatz mit den Altglas- und Altpapiercontainern von aha an der Deisterstraße/Ecke Waldhof in der Kernstadt.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. „Dann hätte der Ärger um vermüllte und verdreckte Wertstoffsammelplätze ein Ende. Außerdem wird es ohnehin schwieriger, geeignete Standorte zu finden“, erläutert Neddermeier.

Anstelle der dezentralen Wertstoffinseln will der CDU-Ratsherr die Schaffung einer zentralen Sammelstelle anregen - zum Beispiel auf dem Gelände des kommunalen Baubetriebshofes. „Dort gäbe es dann auch eine Kontrolle, um eine angemessene Nutzung zu gewährleisten“, sagt Neddermeier, der seinen Vorschlag in die politischen Gremien der Stadt Barsinghausen geben will.

Eine komplette Aufgabe aller dezentralen Wertstoffsammelplätze und der Wechsel zu einer zentralen Annahme wäre für aha ein Novum. „Das hat es bislang noch in keiner Kommune der Region Hannover gegeben“, erläutert aha-Sprecherin Helene Herich. Allerdings sei solch ein Schritt „theoretisch möglich“.

Herich verweist jedoch auf die möglichen Nachteile einer zentralen Lösung - vor allem für Senioren und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: „Diese Leute hätten Schwierigkeiten, längere Wege zur Entsorgung ihres Altglases und -papiers zurückzulegen“, gibt die aha-Sprecherin zu bedenken.

Zudem seien auch nicht alle dezentralen Sammelplätze ständige Problemfälle. Zu Verschmutzungen komme es in erster Linie an abgelegenen Plätzen ohne soziale Kontrolle und an Standorten neben viel befahrenen Straßen. „Solche Wertstoffinseln müssen unsere Mitarbeiter nahezu jeden Tag zur Reinigung anfahren. Normalerweise reinigen wir die Plätze zweimal pro Woche“, sagt Helene Herich. In der gesamten Region Hannover betreut aha rund 660 solcher Wertstoffinseln.

Erst vor wenigen Wochen haben Stadtverwaltung und aha zwei Plätze mit Sammelcontainern für Altglas und Altpapier im Barsinghäuser Stadtgebiet aufgegeben. Beide Standorte am Bantorfer Thie sowie an der Neuen Rehre in Egestorf waren ständig vermüllt. Nach Angaben von Herich sei aha „in Tuchfühlung mit der Stadtverwaltung“, um Ersatzflächen zu finden. „Aber der Standort muss passen und darf nicht gegen den Willen der Bürger sein“, betont die aha-Sprecherin.

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