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Illegal entsorgter Müll ärgert Anwohner

Barsinghausen Illegal entsorgter Müll ärgert Anwohner

Immer wieder landet Müll nicht in den dafür vorgesehenen Behältern, sondern lediglich in der Nähe der Wertstoffinseln - so auch an der Max-Planck-Straße. Die Anwohner sind genervt von der ständigen Vermüllung. Kommunen und Entsorger bleiben auf der Arbeit und den Kosten sitzen.

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Statt in landet der Abfall neben den Containern: Immer wieder dokumentiert Jörg Dreher die Situation an der Wertstoffinsel.

Quelle: Jörg Dreher

Barsinghausen. Säckeweise Hausmüll liegen auf dem Gehweg, immer wieder steht Sperrmüll neben den Containern: „Leider gibt es wohl zunehmend oder immer wieder Mitmenschen, die nicht in der Lage sind, ihren Müll geordnet einer Entsorgung zuzuführen“, sagt Jörg Dreher. Schon seit Jahren beschwert er sich über den Zustand der Wertstoffinsel an der Max-Planck-Straße. „Zwar wurde damals immer die Wertstoffinsel und auch die Umgebung der Insel mehrfach gereinigt, die grundsätzliche Lage hat sich seitdem aber nur marginal verbessert – wenn überhaupt“ berichtet er.

Das Problem liegt nicht an der Sammelstelle, sondern am Verhalten Einzelner, sagt Aha-Pressesprecherin Helene Herich. Jährlich müssten in der Region rund 1000 Tonnen wilder Müll an den 700 Sammelplätzen entsorgt werden, was zu erheblichen kosten führe. Sechs Zweier-Teams sind in der Region eingesetzt, um jede Wertstoffinsel mindestens zwei Mal in der Woche zu kontrollieren und zu reinigen. Unverständlich, immerhin gäbe viele Möglichkeiten seinen Hausmüll kostenfrei und bequem zu entsorgen. Dabei ist nicht jede Sammelstelle gleich betroffen: „Wilder Müll wird eher an Wertstoffinseln abgeladen, die nicht gut einsehbar sind“, sagt Herich.

So auch an der Max-Planck-Straße, wo die Sammelstelle an den Deister grenzt. Besonders ärgerlich: dort lockt der Müll zahlreiche Tiere an. „Auf den angrenzenden Weiden finden sich oft Spuren von Wildschweinen, Waschbären Hasen und Füchse und auch auch Greifvögel finden sich ständig in dem Gebiet“, sagt Dreher. Die Tiere reißen die Müllsäcke auf und verteilen den Müll in der Umgebung.

Das bedeutet auch Kosten und Arbeit für die Stadt, denn Aha reinigt nur in einem Umkreis von rund zwei Metern um die Wertstoffinseln. Dreher fordert nun, dass der Standort überdacht wird. Bereits vor rund zwei Wochen hatten zahlreiche Anwohnerbeschwerden dazu geführt, dass der Wertstoff-Sammelplatz an der Berliner Straße geschlossen wurde.

CDU fordert Alternative zu Glascontainern

Weil immer mehr Menschen die Wertstoffinseln zum illegalen Abladen von Müll missbrauchen und dadurch immer wieder Sammelstellen geschlossen werden, fordert der CDU-Ortsverband eine Alternative für die Glasentsorgung. „Vor allem ältere Anwohner wissen nicht mehr, wohin mit ihrem Glasmüll“, sagt Jennifer Gäfke, Vorsitzende des CDU-Ortsverbands. Was also tun mit dem Müll, wenn es immer weniger Wertstoffsammelplätze gibt? „Denkbar wäre, dass Glas - wie in anderen Städten auch - wieder in Säcken abgeholt wird“, schlägt CDU-Ratsherr Karl-Heinz Neddermeier. Das würde in gleicher Weise zur Verunreinigung führen, wie auf Wertstoffinseln, entgegnet Herich von Aha. "Außerdem müsste das Altglas vor der Verwertung von den Plastiktüten befreit werden. Und das in einer Zeit, wo die Gesellschaft sich mehr und mehr im Allgemeinen verpflichtet, auf Plastiktüten zu verzichten", argumentiert sie. Außerdem habe man die Sammlung in Säcken hauptsächlich aus Gründen des Arbeitsschutzes eingestellt. "Denn gebrochenes Glas kann beim Einsammeln der Säcke unter anderem Schnittverletzungen hervorrufen." Darüber hinaus würden überall unnötig Gefahrenstellen im Straßenverkehrsraum entstehen und das nicht nur auf den Wertstoffinseln.

Eine weitere Möglichkeit wäre laut Gäfke, dass Container zur Entsorgung an Supermärkten aufgestellt werden. „Wenn man seinen Pfand wegbringt, kann man auch direkt den Glasmüll entsorgen.“ Der Ortsverband wolle nun zeitnah das Gespräch mit den örtlichen Supermärkten suchen.

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Von Lisa Malecha

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