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Wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Bantorf Wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Auf einer Fläche von etwa 1,8 Hektar hat Peter Hofschild am Deisterrand der Bantorfer Höhe vor 25 Jahren eine besondere Streuobstwiese angelegt – und damit einen ökologisch wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) ließen sich das Konzept bei einer Exkursion vorstellen.

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Peter Hofschild (Mitte) erläutert der Besuchergruppe vom Naturschutzbund sein Konzept der Waldstreuobstwiese auf der Bantorfer Höhe.

Quelle: Frank Hermann

Bantorf. Nahezu 200 hochstämmige Obstbäume alter Sorten stehen auf dem Areal: Äpfel, Birnen, Quitten, Kirschen, Pflaumen, Kirschpflaumen, Renekloden (Edelpflaumen) und Mirabellen.

"Ungewöhnlich an dieser Waldstreuobstwiese ist die Unterpflanzung mit Tannen. Diese Tannen spenden Schatten für die wichtigen Obstbaumscheiben. Unerwünschten Konkurrenzgräsern und Schadinsekten wird das Licht genommen, sie meiden diesen dunklen Boden", erläuterte die Nabu-Vorsitzende Elke Steinhoff.

Nach wenigen Jahren verkauft Peter Hofschild die Tannen als Weihnachtsbäume. Bis dahin haben sich die darüber wachsenden Obstbäume im Licht prächtig entwickelt. "Auf Kunstdünger und Spritzmittel wird konsequent verzichtet", betonte Steinhoff.

Nach dem Abholzen der Weihnachtstannen entstehe eine artenreiche Waldwiese mit vielen Gräsern, Kräutern und Stauden – ein ideales Umfeld für die Obstbäume, um sich weiter zu ökologisch wertvollen alten Gehölzen entwickeln zu können.

Probleme hat Peter Hofschild, der auf der Bantorfer Höhe aufgewachsen ist und als diplomierter Landschafts- und Freiraumplaner arbeitet, immer wieder mit Wühlmäusen auf seinem Gelände. "Sie fressen die Baumrinde und die Wurzeln junger Bäume", berichtete der Bantorfer.

Als versierte Mäusefänger seien Greifvögel wie Bussarde, Habichte, Milane und Waldeulen auf dem Areal willkommen. Hofschild hat auf seiner Streuobstwiese mehrere Sitzstangen für die Greife aufgebaut.

"Außerdem kreisen immer wieder Schwalben ausschließlich über meinem Gelände und sammeln Insekten in der Luft. Grau- und Grünspechte suchen die Fläche am Boden nach Schadinsekten ab", erklärte Hofschild. Rote Waldarmeisen haben sich angesiedelt und helfen ebenfalls bei der Blattlausbekämpfung.

Im Randbereich der Streuobstwiese bietet eine dichte Vogelschutzhecke mit dornigen Sträuchern viele Nistplätze und Schutz für Nischen- und Heckenbrüter. Das Wild muss jedoch draußen bleiben: Peter Hofschild hat die Fläche eingezäunt, um die jungen Obstbäume vor Verbiss zu schützen.

"Das Konzept für diesen artenreichen Lebensraum ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll", resümierte die Nabu-Vorsitzende Elke Steinhoff.

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Von Frank Hermann

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