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Wie Kleiderspenden helfen

Calenberger Land Wie Kleiderspenden helfen

Wer seinen Altkleidersack fürs DRK an die Straße stellt, findet seine alten Textilien in den Kleiderkammern wieder, wo sie an Bedürftige weitergegeben werden. Die Überschüsse oder nicht mehr tragbare Kleidung wiederum werden an Verwertungsunternehmen verkauft – das bringt Geld für soziale Projekte.

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Dicke Jacken, wetterfeste Stiefel, warme Pullover und Bettzeug: Die Spenden aus den Altkleidersäcken, die dem DRK wie hier an der Stadtteilbücherei in Weetzen hingestellt werden, landen in der Regel in den Kleiderkammern.

Quelle: Ingo Rodriguez

Calenberger Land. Doch längst ist der Altkleider-Markt hart umkämpft. Im Jahr 2015 hat der DRK-Regionsverband Hannover, zu dem Barsinghausen, Ronnenberg, Gehrden und Wennigsen gehören, in seinen Containern 439 Tonnen Altkleider und in der Straßensammlung noch einmal 125 Tonnen eingesammelt. Ein leichter Anstieg im Vergleich zu 2014 - was Sprecherin Silke Waindok auf die gestiegene Spendenbereitschaft durch die Flüchtlingswelle zurückführt. Im Jahr 2010 brachte die Sammlung alles in allem noch 605 Tonnen Altkleidung ein. Langfristig gesehen sind die Zahlen tendenziell also eher rückläufig. "Das liegt an den vielen wild aufgestellten Kleidercontainern", sagt Waindok. Immer mehr illegal aufgestellte Container wirkten sich negativ auf die Sammelmengen aus. Seriöse Organisationen geben sich mit Namen und Adresse zu erkennen - und sind darunter auch erreichbar.

20 Ortsvereine aus dem Calenberger Land beteiligen sich jedes Jahr an den Altkleidersammlungen. Es gibt zwei Gründe, warum das DRK Altkleider sammelt. "Einerseits bekommen wir dadurch genug gut erhaltene Kleidung, um benachteiligte Menschen versorgen zu können", sagt Waindok. Andererseits generiert das DRK durch den Verkauf der Überschüsse freie Mittel für ehrenamtliche Projekte im Katastrophenschutz, in der Flüchtlingshilfe, beim Jugendrotkreuz oder in der Altenhilfe. "2015 haben wir rund 17.000 Euro Überschuss aus dem Verkauf der Altkleider erwirtschaftet", sagt Waindok.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Verwertermodelle. Das erste sind die Kleiderkammern. "Die Kleidung wird von uns sortiert, und die geeigneten Stücke werden in DRK-Kleidershops und Kleiderkammern gegeben", erklärt Waindok. Das geschieht im Regionsverband in der Regel mit den Textilien, die in der Straßensammlung zusammenkommen. Kleiderkammern gibt es in Barsinghausen, Gehrden und Ronnenberg. In Barsinghausen steht zudem einer der insgesamt etwa 60 Kleidercontainer des DRK-Regionsverbands.

Die andere Variante der Altkleiderverwertung erklärt Waindok wie folgt: "Der Inhalt der Container wird komplett an ein Verwertungsunternehmen verkauft." Die Textilien werden nach den unterschiedlichen Qualitäten sortiert. Etwa 10 Prozent sind Abfall. Weitere 35 Prozent sind nicht mehr tragbar - sie werden zu Dämmstoffen oder Putzlappen verarbeitet. Die restlichen 55 Prozent exportieren die Firmen schließlich als Secondhandware in unterschiedliche Länder.

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