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Wird das Grundwasserwerk neu gebaut?

Eckerde Wird das Grundwasserwerk neu gebaut?

Die Barsinghäuser Stadtwerke denken über einen Neubau des Grundwasserwerks Eckerde nach, das nach mehr als 50 Jahren Betriebsdauer technisch immer anfälliger wird. Der Aufsichtsrat will die Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Wasserwerks bereits in seiner nächsten Sitzung Ende August fällen.

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Viele 
technische Geräte 
im Grund
wasserwerk Eckerde sind überholt und müssen dringend modernisiert oder 
erneuert werden.

Quelle: Archiv (Kannegießer)

Eckerde. Das 1964 gebaute Grundwasserwerk entspreche technisch nicht mehr den modernen Anforderungen, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Möller. Modernisierungen seien schwierig, weil es für viele technische Einrichtungen inzwischen keine Ersatzteile mehr gebe, erläutert Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Härdrich. Nach Möllers Worten gibt es grundsätzlich drei Handlungsalternativen: den Ausbau des Wasserwerks im Bestand, den kompletten Neubau auf einem Nachbargrundstück und die Einstellung der Wasserförderung in Eckerde. In diesem Fall müssten die Stadtwerke den größten Teil des Barsinghäuser Trinkwassers künftig von anderen Versorgern wie etwa den Harzwasserwerken einkaufen.

Der Verzicht auf eine eigene Grundwasserförderung ist aus Sicht der Stadtwerke-Verantwortlichen aber nicht sinnvoll: Sie wollen aus Gründen der Versorgungssicherheit nicht auf die Wasserförderrechte in Eckerde verzichten, die auslaufen würden und danach nur schwer zu erneuern wären, wie Härdrich erläutert. „Es ist ein großes Kapital, dass wir auf den Grundwasserleiter bei Eckerde zugreifen dürfen.“ Der Aufsichtsrat beschäftige sich bereits seit mehr als drei Jahren mit den verschiedenen Optionen, sagt dessen Vorsitzender. Aus diesem Grund solle das alte Gremium auch noch vor dem Ende der Wahlperiode die Grundsatzentscheidung treffen, ehe der Aufsichtsrat nach der Kommunalwahl neu besetzt werde.

Zu den möglichen Kosten der Varianten soll die Geschäftsführung vor der Entscheidung genauere Zahlen liefern. Es handele sich in jedem Fall „um einen Betrag, der in die Millionen geht“, sagt Härdrich. Der Aufsichtsratsvorsitzende selbst hat sich bereits festgelegt: „Ich persönlich bin für einen Neubau. Das ist die langfristig beste Lösung“, betont Härdrich. Entscheiden müsse letztlich das Gremium mit Mehrheit.

Bei einem Neu- oder Ausbau des Grundwasserwerks sollen auf jeden Fall die Speicherkapazitäten erhöht werden. „Bei einem Neubau würden wir größere Behälter bauen“, sagt Jochen Möller. Zurzeit könnten in Eckerde nur 800 Kubikmeter Wasser vorgehalten werden. „Wir möchten etwa einen halben Tagesbedarf in Reserve haben“, betont der Stadtwerke-Chef. Im Schnitt liegt dieser Tagesbedarf bei rund 5000 Kubikmeter.

Die Stadtwerke fördern das Barsinghäuser Trinkwasser nicht nur aus den Tiefbrunnen bei Eckerde, sondern nutzen weiterhin auch die Deisterquellen, die in den vergangenen Jahren aber immer weniger ergiebig waren. Wegen der aktuellen Trockenheit und um Engpässe zu vermeiden, kaufen die Stadtwerke auch in diesem Sommer wieder vorübergehend Trinkwasser vom benachbarten Wasserverband Nordschaumburg zu. Dieses Wasser wird in den Ortsteilen Eckerde, Stemmen, Göxe, Groß Munzel, Ostermunzel, Barrigsen und Landringhausen ins Versorgungsnetz eingespeist. Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass das zugekaufte Wasser mit 28 Grad deutscher Härte deutlich kalkhaltiger ist als das von den Stadtwerken gewohnte Wasser mit etwa 14 Grad deutscher Härte.

Von Andreas Kannegießer

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