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Wüste Beschimpfungen nehmen zu

Barsinghausen Wüste Beschimpfungen nehmen zu

Fast überall in Europa haben rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien und Gruppen bei den jüngsten Wahlen Rückenwind bekommen. Aus Sicht der Friedrich-Ebert-Stiftung ist das eine besondere Herausforderung für die Gesellschaften, auf die es zu reagieren gilt. Mit ihrer Veranstaltungsreihe „Protest, Populismus, Politikalternative?“ hat die SPD-nahe Stiftung am Mittwochabend Station im ASB-Bahnhof gemacht, um die Entwicklung zu diskutieren.

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Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutieren Ingo Arlt (von links), Dirk Assel, Antje Marklein, Michael Höntsch und Alexander Häusler über Rechtspopulismus in Deutschland.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Der Düsseldorfer Sozialwissenschaftler Alexander Häusler erläuterte, was Rechtspopulisten von Rechtsextremisten alter Prägung unterscheide. Er sprach von einem „Modernisierungsschub“, der sich etwa in einer „taktischen Befürwortung der direkten Demokratie“ ausdrücke. Wesentliches Merkmal sei der von Rechtspopulisten behauptete „Gegensatz zwischen Volk und politischer Elite“.

SPD-Landtagsabgeordneter Michael Höntsch sieht angesichts des Vormarschs der Rechten „ein Defizit an Haltung in diesem Land“. Er appellierte, nicht wegzuschauen und sich der Konfrontation mit Populisten zu stellen. „Diese Menschen sind keine Demokraten“, sagte er und attestierte Teilen der AfD „einen fließenden Übergang zum Neonazismus“.

Sybille Bruchmann-Busse, Sprecherin des Bündnisses Barsinghausen ist bunt, berichtete von vielen teilweise wüsten Beschimpfungen aus der rechten Szene gegenüber den Bündnis-Mitgliedern in sozialen Netzwerken. „Wir werden nicht umhin kommen, uns mit denen auseinanderzusetzen“, sagte sie. IG-Metall-Sekretär Ingo Arlt und Superintendentin Antje Marklein erläuterten aus Sicht der Gewerkschaften und der Kirche die Situation. „Weggucken und kleinreden hilft nichts“, sagte auch Arlt und appellierte, juristische Möglichkeiten zu nutzen, um auf Beschimpfungen und menschenverachtende Kommentare zu reagieren. Aus Sicht von Marklein ist es wichtig, den Diskurs zu fördern, um so Ängste – etwa vor Flüchtlingen – zu überwinden.

Von Andreas Kannegießer

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