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Gedränge auf dem Milchviehhof

Egestorf Gedränge auf dem Milchviehhof

Ein Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft ist offenbar für viele Menschen attraktiv. Der Tag der offenen Tür auf dem Milchviehbetrieb der Familie Struß in Egestorf ist am Sonntag zu einem Riesenerfolg geworden. Den ganzen Tag über herrschte dichtes Gedränge auf dem Hof.

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Keine Berührungsängste: Jona (20 Monate) und sein Vater Dominique Kuhn nehmen Kontakt mit einer der rund 120 Milchkühe der Familie Struß auf.

Quelle: Andreas Kannegießer

Egestorf. Die Familie Struß hatte allen Grund zur Freude: "Der Zuspruch übertrifft all unsere Erwartungen", sagte Dorothee Struß. Die 600 vorbereiteten Rindsbratwürstchen waren schon nach vier Stunden alle, und auch Spießbraten und selbst gemachte Rinderwurst verkauften sich prächtig. "Wir haben extra einen Bullen geschlachtet für den Tag der offenen Tür", berichtete Struß. Unterstützung bei der Organisation und dem Programm der Großveranstaltung hatte die Familie von der Freiwilligen Feuerwehr, vom Roten Kreuz und weiteren Organisationen bekommen.

Im Mittelpunkt des Besucherinteresses standen die rund 120 Milchkühe und die neuen technischen Einrichtungen, die der Familie die Bewirtschaftung erleichtern. Die Tiere können sich in einem großzügigen Boxenlaufstall vollkommen frei bewegen und entscheiden selbst, wann sie einen der beiden vollautomatischen Melkstände ansteuern, in denen sie mit Roboterunterstützung ihre Milch abgeben können.

Juniorchef Kai-Henrik Struß war überrascht, wie seelenruhig seine Tiere angesichts der vielen Hundert Menschen blieben, die durch ihren Stall geschleust wurden. "Kühe sind eigentlich Gewohnheitstiere", sagte der Landwirt.

Thema vieler Gespräche war auch der mit etwa 25 Cent pro Liter aktuell sehr niedrige Milchpreis. Kostendeckend seien etwa 30 Cent, erläuterte Kai-Henrik Struß. "Das tut schon sehr weh." Der Juniorchef betonte aber auch, dass die Branche zwei sehr gute Jahre hinter sich habe und der Preis immer wieder nach oben und unten ausschlage. "Es kommen auch wieder bessere Zeiten", sagte der Junglandwirt. Ganz langsam zeichne sich für das Jahr 2016 eine Trendwende ab.

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