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Ziehen Studenten in Flüchtlingsunterkunft?

Kirchdorf Ziehen Studenten in Flüchtlingsunterkunft?

Demnächst könnten Studenten in die fertiggestellte Flüchtlingsunterkunft an der Einsteinstraße einziehen. Wegen der zurzeit geringen Zuwandererzahlen wird der Komplex nicht für seinen eigentlichen Zweck benötigt. Bürgermeister Marc Lahmann hat der Region deshalb vorgeschlagen, die beiden Gebäude zu nutzen, um die Wohnungsnot bei Studenten zu lindern.

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Die Flüchtlingsunterkunft an der Einsteinstraße ist fertig, wird zurzeit aber eigentlich gar nicht gebraucht.

Quelle: Andreas Kannegießer

Kirchdorf. In der Zeitung hatte Lahmann zu Beginn dieser Woche gelesen, dass in der Landeshauptstadt Hannover immer noch Tausende von Erstsemestern keine Unterkunft an ihrem neuen Studienort gefunden haben. Daraufhin habe er sich an die Region gewandt und die Nutzung der Einrichtung an der Einsteinstraße vorgeschlagen, bestätigt Lahmann. "Die Regionsverwaltung ist nicht abgeneigt", sagt der Bürgermeister. Aber zunächst müssten viele rechtliche Fragen geprüft werden. "Wir stehen noch ganz am Anfang."

Am Donnerstagabend hat Lahmann in nicht öffentlicher Sitzung auch den Barsinghäuser Rat über seine Idee informiert. Auch dort habe es keine Bedenken gegeben. Lahmann betont, dass eine andere Nutzung als zur Flüchtlingsunterbringung wohl nur für die Unterkunft an der Einsteinstraße möglich sei. Für die zweite neue Unterkunft am Rottkampweg gebe es diese Möglichkeit nicht, weil diese unter anderen baurechtlichen Voraussetzungen errichtet worden sei.

Die Außenarbeiten rund um das Heim an der Einsteinstraße sind weitgehend abgeschlossen. Voraussichtlich zum Monatswechsel werde die Einrichtung an die Stadt übergeben, sagt Lahmann. Die Stadt hat angesichts des deutlich verminderten Flüchtlingszustroms zurzeit aber viel ungenutzten Wohnraum. "Gut 200 Betreuungsplätze sind entbehrlich", berichtet der Bürgermeister. Die Verwaltung hat deshalb auch entschieden, sich von einer größeren Zahl der zusätzlich angemieteten Wohnungen wieder zu trennen. Der Kündigungstermin zum 3. November werde dazu genutzt, kündigt Lahmann an. Das werde zugleich zu einer Entspannung der Situation auf dem freien Wohnungsmarkt beitragen.

Von Andreas Kannegießer und Jennifer Krebs

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