In der Nacht zum Mittwoch meldete ein Anrufer der Polizei, zwischen Lehrte und Ahlten sei ein Auto verunglückt. Die Beamten fanden einen roten Opel Astra, der im weichen Erdreich neben der Fahrbahn eingesunken war und sich festgefahren hatte. Daneben stand ein 22-Jähriger, der jedoch behauptete, den Wagen nicht gefahren zu haben – allerdings gehörten ihm zahlreiche Gegenstände im Inneren.
Als Erklärung präsentierte der alkoholisierte Mann – er hatte 1,8 Promille – eine erstaunliche Geschichte: Der Wagen gehöre einer Bekannten, stand auf dem Schützenplatz und er sollte eigentlich auf ihn aufpassen. Doch gegen 2 Uhr habe er bemerkt, wie der Opel „plötzlich langsam die Straße entlangfuhr“. Er sei sofort hinterhergelaufen. Dann tauchte nach seinen Angaben ein schwarzer Kombi auf, in dem vier junge Leute saßen, zwei Frauen und zwei Männer. Die hätten ihn mitgenommen und schließlich an dem Opel abgesetzt.
Die Polizei schenkt dieser Schilderung wenig Glauben. „Der Wagen war kurzgeschlossen und der Sitz war so eingestellt, dass der junge Mann gut reinpasste“, sagt ein Sprecher. Tatsächlich erließ ein Richter auch Haftbefehl wegen Autodiebstahls und Fahrens ohne Führerschein sowie unter Alkohol. Der Polizei riet der Richter jedoch, vorsichtshalber nach vier jungen Leuten in einem dunklen Kombi zu fahnden.
von Thomas Böger
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