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Lehrte

Es bleibt dabei: Obi kommt

Von Achim Gückel

Die Entscheidung hat Bestand: Der Rat der Stadt Lehrte hat seine Zustimmung aus dem Juni 2009 zur Ansiedlung eines Obi-Markts auf der Brache am Wasserturm bekräftigt. Daran änderte auch der Einwohnerantrag der Anti-Baumarkt-Initiative Mobil für Lehrte nichts.
Abstimmung in Lehrte

Gespannte Zuhörer: Geschäftsmann Uli Henschel legt dar, warum ein Obi-Baumarkt seiner Ansicht nach schlecht für Lehrte ist. Umstimmen kann er die Mehrheit des Rates nicht.

© Achim Gückel

Neun Monate lang ist das Thema in Lehrte heftig umstritten gewesen. Es gab Verwerfungen in der SPD, die Initiative Mobil für Lehrte sammelte mehr als 4400 gültige Unterschriften gegen den Baumarkt, und mancher sah Lehrte vor einer nie dagewesenen Zerreißprobe. Die erneute Debatte über das Reizthema fiel am Mittwochabend vor rund 80 Zuhörern eher gemäßigt aus.

Das Ergebnis der Abstimmung über den von der Initiative formulierten Einwohnerantrag überraschte nicht. Sie hatte gefordert, den Grundsatzbeschluss für den Obi-Baumarkt aufzuheben. Zehn Mandatsträger votierten für den Einwohnerantrag – die drei Mitglieder der Fraktion Grüne/Bündnis?90, Regina Steingräber von der Linkspartei, Rudolf Köhler von der CDU sowie fünf Sozialdemokraten, darunter Klaus Sidortschuk und der stellvertretende Bürgermeister Burkhard Hoppe.

Ronald Schütz (Grüne), Klaus Sidortschuk und der Geschäftsmann Uli Henschel senior hatten zuvor noch einmal ausführlich dargelegt, welche Folgen sie durch einen Obi-Markt am Wasserturm erwarten: mehr Verkehr, Verdrängung alteingesessener Firmen, Hohe Kosten für Umbaumaßnahmen an Straßen.

SPD-Fraktionschef Hans Ahrens sprach sich deutlich für Obi aus: Das Unternehmen schaffe Arbeits- und Ausbildungsplätze in Lehrte. In der sozialen Marktwirtschaft ließen sich einzelne Geschäfte außerdem „nicht so schützen“, wie es die Initiative haben wolle. Dieser warf er erneut „unlautere Polemik“ bei der Unterschriftensammlung vor. Viele Unterzeichner hätten sich mittlerweile davon distanziert, sagte Ahrens. Björn Rust (CDU) sagte, er vermisse Alternativvorschläge, was mit der Brache am Wasserturm geschehen solle.

Einige Zuhörer – allesamt Obi-Gegner – verließen nach der Abstimmung ärgerlich den Saal. Sie seien davon ausgegangen, dass mehr als 4000 Unterschriften gegen den Baumarkt manchen Politiker zum Umdenken bringen würde. „Wir sind halt nur Stimmvieh“, sagte eine Zuhörerin, und ein anderer Gast fügte resigniert hinzu: „Das war ja nicht anders zu erwarten.“

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  • Gut so Anonym – 09.11.10
    Gott sei Dank das er doch gebaut werden darf!
    Was bringen denn hier in Lehrte die Baumärkte? Samstags ist um 14 Uhr Schicht im Schacht.So das man falls man noch was braucht immer auswärts fahren muss. Ich bin froh darüber.
    Zu dem noch neue Arbeits und Ausbildungsplätze geschaffen werden.
    Diese ganzen Unterschriften-Sammelei ist doch lächerlich.
  • @ sw TachAuch – 25.03.10
    Wer seine Heimatstadt Lehrte liebt, ist für jeden Arbeitsplatz dankbar, der geschaffen wird. Aber mancher will es eben nicht verstehen!
  • Was bringt das? SW – 22.03.10
    Auf eine Handvoll 40-Euro-Jobs, unqualifizierte Praktikanten und jede Menge Verkehr für ein Unternehmen, das hinterher eh keine Steuern zahlt (man kann ja alles absetzen) kann ich verzichten. Wozu braucht Lehrte noch einen Baumarkt? Da kann genauso gut noch ein Supermarkt, Billigklamottenladen oder Elektroladen hin, die haben wir schließlich auch schon.
    Mich würde angesichts der anhaltenden Diskussion interessieren, ob die Lehrter mit Spendensammeln die Bestechungsgelder von OBI überbieten könnten!
  • neue JOBs hi – 20.03.10
    ich würde jedem Angestellten der alten Baumärkte empfehlen sich schon mal bei OBI zu bewerben!!! Denn mit Edeka war es das selbe erst hinhalten und dann standen alle alten Mitarbeiter plötzlich auf der Straße!!!!!!!!!!!
  • Herzlichen Glückwunsch Gerd – 20.03.10
    ..zu dieser vernünftigen Entscheidung. Endlich wird diese brachliegende Fläche bebaut und es entstehen neue Arbeitsplätze. Noch mehr freut mich der Sieg über die linksgrünen Wirtschaftszerstörer.

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