Lehrte. Am Dienstag, 28. Februar, treffen sich der Bau- und der Umweltausschuss zu einer gemeinsamen Sitzung, bei der Experten über die auf dem Gleisfeld westlich von Lehrte geplante gigantische Güterumschlaganlage informieren werden. Die Politiker kommen nicht im engen Sitzungsraum des Rathauses, sondern im Kurt-Hirschfeld-Forum zusammen. Damit möglichst viele Bürger dabei sein können, beginnt die Sitzung nicht, wie üblich, um 17, sondern erst um 18.30 Uhr.
„Wir rechnen mit großem Interesse“, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Die Megahubanlage bewegt die Lehrter schon seit anderthalb Jahrzehnten. Ende 2011 verkündete das Bundesverkehrsministerium erneut, dass der Bau der Güterumschlaganlage kurz bevor stehe. Nach wie vor ist die Finanzierung des Projekts nicht in trockenen Tüchern, doch nach Ansicht der Lehrter Politiker müssen die Bürger nun öffentlich hören, wie der Stand der Dinge ist. Noch gebe es etliche Fragen, die zu beantworten seien: Wie groß wird die zusätzliche Verkehrsbelastung durch Lastwagen, und welche Straßen sind besonders betroffen? Muss sich Lehrte über mehr Lärm und Feinstaubemissionen Sorgen machen?
Dazu sollen am 28. Februar unter anderem ein Konzernbeauftragter der Deutschen Bahn AG sowie Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Megahub-Betreibergesellschaft in Lehrte Stellung nehmen.
Eines hatten die Lehrter Parteien im Kommunalwahlkampf des vergangenen Jahres gemeinsam: Sie alle versprachen nach der schmerzhaften Debatte um die Obi-Ansiedlung mehr Bürgerbeteiligung. Dieses Wahlversprechen war offenbar keine Luftblase. Schulentwicklungsplan, Parkhaus und Parkkonzept, Megahub: Zu all diesen Themen holen Stadt und Politiker die Bürger zusammen, um offen zu informieren und zu diskutieren. Nun liegt es an den Lehrtern, diese Angebote anzunehmen.
Achim Gückel
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