„Das Freibad obliegt jetzt einer Firma, der Bädergesellschaft. Und damit besteht für uns als Verein keine Gemeinnützigkeit mehr“, sagt Rudolf Köhler, Vorsitzender des Fördervereins. „Wir bedauern das, aber es führt kein Weg daran vorbei, weil es finanzrechtlich nicht erlaubt ist, eine Firma zu unterstützen“, sagt Köhler.
Die Arbeit des 2004 gegründeten Vereins ist eine Erfolgsgeschichte. Er wurde einst gegründet, weil die Stadt die Öffnungszeiten beschränken wollte, das Bad sollte vormittags geschlossen werden. Mit seinen 200 Mitgliedern sorgte der Förderverein dafür, dass dies nicht geschah. Er stellte für diese Zeiten Kassen- und Aufsichtspersonal. Zur Finanzierung bekam er dafür einen gewissen Sockelbetrag von der Stadt.
Und die Arbeit lief so gut, dass der Verein sogar jährliche Gewinne von einigen Tausend Euro erwirtschaftete und an die Stadt abführte. Köhler sieht aber nicht wehmütig zurück: „Wir haben unsere Ziele erreicht. Es war geplant, dass der Verein, wenn er nicht mehr gebraucht wird, die Arbeit wieder einstellt.“
Ab der Sommersaison 2010 wolle man die Öffnungszeiten, die bisher vom Vereinspersonal abgeleistet wurden, „mit eigenen Kräften abdecken“, heißt es in einem Schreiben der Stadt vom 13. Januar an den Vereinsvorstand. Die Dienste des Fördervereins würden nicht mehr benötigt, erklärt Sportamtsleiter Eckhard Otto in dem Papier.
Laut Sozialdezernent Uwe Bee habe man bei den Beratungen zur Gründung der Bädergesellschaft die Folgen für den Förderverein nicht bedacht. „Das Thema hätte dabei sicher auch keine Rolle gespielt, denn der Übergang der Aufgaben auf eine Firma dient letztlich der Sicherung der Lehrter Bäder“, sagt Bee. Die Stadt spare so jährlich 300.000 Euro. Diese Summe stehe in keinem Verhältnis zu dem Geld, das der Verein erwirtschafte, sagt Bee.
Bei der Versammlung des Fördervereins am Mittwoch, 10. März, ab 18 Uhr im Fachwerkhaus sollen die Mitglieder über die Auflösung informiert werden. Diese soll dann im Herbst erfolgen.
Patricia Oswald-Kipper
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