Im September 2007 hatte die Lübecker Investorenfirma HBB ihre Pläne für die sogenannte C-Fläche vorgestellt. Danach sollen in sieben verschiedenen Geschäften auf rund 15.000 Quadratmetern Verkaufsfläche Baumarkt- und Gartenartikel ebenso angeboten werden wie Möbel und Lampen. Dazu müsste jedoch der Bebauungsplan geändert werden, denn derzeit ist Einzelhandel dort nicht zulässig. Vor einer Entscheidung wollten SPD und Grüne die Auswirkungen auf den Verkehr und die vorhandenen Geschäfte prüfen lassen.
Laut Verkehrsgutachten würden die Läden täglich zwischen 1175 und 3570 zusätzliche Fahrten auslösen. Als realistisch wird ein Wert von 2000 angenommen. Davon würden 1300 Autos über die Germaniastraße fahren, 700 über Mielestraße und Pfingstanger.
Um den Andrang bewältigen zu können, müsste am Knotenpunkt Mielestraße/Ostring/Pfingstanger ein Kreisel angelegt werden. Außerdem müsste die Grünphase für die Linksabbieger von der Germaniastraße in die Berliner Allee verlängert werden. Das würde allerdings zum Wegfall der gerade eingeführten Grünen Welle auf der Bundesstraße führen.
Bei der rot-grünen Ratsmehrheit herrscht trotzdem weiterhin Skepsis. „Laut Gutachten geht es, aber Fragen bleiben“, sagt SPD-Fraktionschef Hans Ahrens, der einräumte, dass die Pläne in seiner Partei umstritten seien. Das gelte auch für die Frage, ob doch noch ein Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben wird. Ursprünglich sollte es mit dem Haushalt 2009 auf den Weg gebracht werden, was jedoch nicht geschah.
Ronald Schütz (Grüne) hat die Sorge, dass ebenso wie beim Einkaufszentrum die vorhergesagte Zahl der Fahrten in der Realität deutlich übertroffen werden könnte. „Ich sehe das sehr skeptisch“, sagt Schütz.