Es wären noch fünf mehr gewesen, wenn nicht einige Firmen bereits zugesagte Stellen wegen der Wirtschaftskrise wieder zurückgezogen hätten, berichtet Sozialpädagogin Yvonne Kriester, die sich im Auftrag von Pro Beruf um die Berufsvorbereitung der Hauptschüler kümmert. Weitere Schüler besuchen ab August die Berufsfachschule, die für einige Ausbildungen obligatorisch sei, ergänzt Lehrerin Jessica Walle.
„Die Hauptschule ist keine Sackgasse“, wehrt sich Schulleiter Walter Schachschal gegen eine unter Eltern weit verbreitete Einschätzung. Abgesehen davon, dass eine erhebliche Anzahl der Abgänger Lehrstellen bei so rennomierten Firmen wie VW, Telekom oder Eon fänden, gelinge einigen Hauptschülern sogar der erweiterte Realschulabschluss, der zum Besuch des Gymnasiums berechtigt.
Schachschal führt die Erfolge auf den „intensiven Einsatz“ von Kriester und den Lehrkräften zurück. „Darauf wird viel Zeit verwendet“, sagt der Schulleiter. Dazu zählt Bewerbungstraining ebenso wie Ermutigung nach Misserfolgen. „Wer ins Büro wollte, hat bis zu 120 Bewerbungen geschrieben“, sagt Kriester. Wenn immer wieder Absagen kommen, „muss man die Schüler auch mal in den Arm nehmen“, schildert Walle die über den reinen Unterricht hinausgehenden Anforderungen an die Pädagogen.
Die Mütter Liane Ladzik und Angela Henze – beider Söhne haben einen Ausbildungsplatz bekommen – bestätigen das Engagement. „Wir hatten immer einen Ansprechpartner“, lobt Ladzik. Auch Henze bedauert nicht, ihr Kind auf die Hauptschule geschickt zu haben: „Das ist prima gelaufen“, lautet ihre Bilanz.
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Goldener Boden... Der Meister – 03.07.09
Handwerk hat goldenen Boden, dass sollten die Menschen endlich wieder begreifen und zu schätzen lernen. Es kann nicht jeder studieren oder Bankdirektor werden.