Rewe will südlich der Gewerbestraße und angrenzend an sein bereits bestehendes Zentrallager ein weiteres für seine Discounttochter Penny errichten. Die Halle soll enorme Ausmaße bekommen: Rund 120 mal 250 Meter Grundfläche und eine Höhe von 16 Metern. In etwa einer Woche soll der Rat über die Auslegung des Bebauungsplan befinden. Rewe will so schnell wie möglich mit den Bauarbeiten loslegen.
Der Ortsrat in Sievershausen hat allerdings noch einige Verbesserungswünsche für den Bebauungsplan. Er will dringend, dass auf dem Rewe-Gelände ein zusäzliches Regenrückhaltebecken entsteht. Bisher sei die Entwässerung nur über zwei Gräben geplant, sagt Ortsbürgermeister Hans-Egon Seffers. Das könne bei starken Regenfällen schlimme Folgen für den östlichen Teil Sievershausens haben. Denn das Wasser laufe über die Katje Fuhse ab. Der Bach war schon in der Vergangenheit über die Ufer getreten und hatte viele Keller überschwemmt.
Unglücklich ist der Ortsrat auch damit, dass die beim Bau des Lagers vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen bereits abgestimmt sind. Vorgesehen ist unter anderem die sogenannte Veredelung von bestehenden Forstflächen. Die Sievershausener hätten es lieber gesehen, wenn nahe dem Ort kleinteilige Aufforstungen vorgenommen worden wären. Dafür habe die Jägerschaft Vorschläge machen wollen, doch dazu sei es gar nicht erst gekommen, sagt Seffers: „Wir verlieren durch den Neubau wertvolle ökologische Flächen. Da hat es sich Rewe sehr einfach gemacht.“
Außerdem fordert der Ortsrat eine Wendeschleife für Lastwagen am neuen Lager. Das sei dringend notwendig, um Lastverkehr über die Landesstraße 412 und die Ortsmitte von Sievershausen zu vermeiden. Lob gab es indes für die vorgesehene farbliche Gestaltung des neuen Lagers. Es soll nicht so grell werden wie das bereits bestehende – statt Orangerot ist Grau-grün vorgesehen.
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