Bei einem Gespräch der beiden Vorstände sei deutlich geworden, „dass eine Eingliederung der Mitglieder des VRL in den Stadtmarketingverein bisher in keiner Weise in Angriff genommen wurde“, sagt Notar Michael Rubart. Er kümmert sich um die rechtlichen Formalitäten der Fusion. Die war allerdings ins Stocken geraten. Es fehlten notariell beglaubigte Protokolle der beiden Mitgliederversammlungen, bei denen beide Vereine ihre Zustimmung zur Fusion signalisierten.
Die fehlenden Dokumente seien nachgereicht worden, sagt Rubart. Nun habe das Gericht weitere Forderungen gestellt. Es heißt etwa, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung des VRL sei unvollständig. Sie müsste erneut erstellt werden. Zu anderen Punkten gebe es aber unterschiedliche Rechtsauffassungen, sagt Rubart. Die Behebung der Mängel sei möglich, aber ein langwieriger Prozess.
Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit dem Gericht und weil man Nachholbedarf in der Kommunikation der beiden Vereine sehe, habe man den Fusionsprozess ausgesetzt. Beide Vorstände hätten sich auf eine Besinnungspause von zwei Monaten geeinigt, sagt der Notar. Danach wolle man die Fusion erneut angehen.
SML-Vorsitzender Udo Gallowski bekräftigt das Interesse an dem Zusammenschluss. Auch VRL-Vize Peter Düe hält diesen Weg für richtig: „Unsere Mitglieder haben sich dafür ausgesprochen. Wir stehen dem positiv gegenüber.“ Voraussetzung sei aber, dass man nun über Inhalte spreche. Viele VRL-Mitglieder wüssten derzeit gar nicht, was im SML auf sie zukomme, sagt Düe.
Patricia Oswald-Kipper
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