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Sehnde

Posse um Radweg dauert halbes Jahr länger

Von Eike Brunhöber

Das Tauziehen um den Radweg zwischen der Sehnder Kernstadt und Bolzum geht in die nächste Runde. Die Deutsche Bahn will mit dem Bau des Lückenschlusses über die Bahngleise an der Bolzumer Straße nun voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen.
Skurril: Am Bahnübergang zwischen Sehnde und Bolzum müssen die Radfahrer unvermittelt absteigen und zweimal die Landesstraße überqueren.

Skurril: Am Bahnübergang zwischen Sehnde und Bolzum müssen die Radfahrer unvermittelt absteigen und zweimal die Landesstraße überqueren.

© Eike Brunhöber

Sehnde. Im dritten Quartal soll die Gleisüberquerung dann endlich fertig sein. Dies habe ihr die Stadtverwaltung nun mitgeteilt, sagt Bolzums Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann (SPD). Seit Jahren herrscht an dem Bahnübergang eine ebenso kuriose wie gefährliche Situation: Wer mit dem Rad aus Richtung Sehnde unterwegs ist, muss theoretisch absteigen, die Straßenseite wechseln, dort die Gleise überqueren, um danach erneut die Straßenseite zu wechseln und auf dem dortigen Radweg weiterzufahren. In der Praxis fahren die meisten auf der linken Straßenseite über die Gleise - wo sie nicht nur Autos zu begegnen drohen, sondern auch Radlern aus der Gegenrichtung.

Lesemann ist das seit Langem ein Dorn im Auge. Der neuen Terminplanung traut sie noch nicht: „Das ist jetzt schon die vierte Verschiebung - worauf sollte man da noch vertrauen?“, kritisiert sie Bahn, Land und Eisenbahnbundesamt: „Es kann nicht sein, dass das so lange hinausgezögert wird.“ Im März 2012 hatte Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) von „personellen Schwierigkeiten“ bei der Bahn gesprochen.

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