Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
16 Metallbauer freigesprochen

Burgdorf 16 Metallbauer freigesprochen

Volles Haus bei der Freisprechung der Metall-Innung Burgdorf: Nahezu 100 Angehörige haben die Ausgabe der Gesellenbriefe an die 16 erfolgreichen Prüflinge verfolgt.

Voriger Artikel
Junge Detektive bei der Arbeit
Nächster Artikel
Mann droht Ex-Freundin, sie zu töten

16 Metallbauer aus Burgdorf, Burgwedel, Isernhagen, Lehrte, Sehnde und Wedemark haben am Donnerstagabend von BBS-Lehrer Frank Musiolek (von links) und Obermeister Peter Kronfeld sowie dem Prüfungsausschussvorsitzenden Michael Glaser (Vierter von rechts) ihre Gesellenbriefe erhalten. Köhler

Quelle: sandra Köhler

Burgdorf. „Das zeigt, dass die Freisprechung wieder an Bedeutung gewinnt“, sagte Lehrer Frank Musiolek erfreut. Wegen der zahlreichen Gäste war die Zeremonie kurzfristig vom beengten Haus der Kreishandwerkerschaft in die Sorgenser Mühle verlegt worden. „Eine fundierte Ausbildung ist wie ein gut sortierter Werkzeugkoffer“, bemühte Obermeister Peter Kronfeld bei seiner Ansprache einen handwerklichen Vergleich an die neuen Gesellen. In diesem Koffer seien alle nützlichen Dinge zu finden, die der Nachwuchs auf seinem weiteren Berufsweg benötige. Er müsse jedoch ständig erweitert und sortiert werden, mahnte er.

Mit ihrem Handwerk hätten sie zwar vielleicht keinen goldenen Boden, aber doch einen soliden Grund, auf den sie aufbauen könnten. Erfreut bescheinigte er dem Metallbauernachwuchs gute bis sehr gute Leistungen. Nur einer von insgesamt 31 angehenden Gesellen aus den Gebieten der Metall-Innung Burgdorf und der Innung der Metallhandwerke Neustadt am Rübenberge war bei der von beiden Innungen gemeinsam vorgenommenen Prüfung durchgefallen.

Als Prüfungsbester wurde Daniel Keller ausgezeichnet, der beim Arpker Schausteller Musiolek gelernt hatte. „Und das als externer Prüfling, da kann man nur den Hut vor ziehen“, sagte Kronfeld. Er freue sich besonders darüber, dass die Gesellen nicht nur über fundiertes Wissen verfügen, sondern dies auch gut an den Kunden bringen können: „Die Kommunikationsfähigkeit wird im Vergleich zu den Vorjahren immer besser.“

Michael Glaser vom Prüfungsausschuss und Berufsschullehrer Frank Musiolek beobachten in den Betrieben zunehmend die Tendenz, auch nicht ganz so starken Schülern, die aber gut ins Team passen, eine Chance zu geben. Nicht zuletzt um mit entsprechender Förderung qualifizierte und verlässliche Mitarbeiter zu gewinnen, die langfristig im Betrieb mitarbeiten.

„Früher sind lieber gute bis sehr gute Schüler genommen worden. Doch die meisten von denen wollen sich weiterqualifizieren, eventuell sogar studieren und sind dann schnell wieder weg“, beschreibt Glaser die Problematik. Von Sandra Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm1vrkpnmcnk9rechg
Vor den Kunden kommt der Stand-Aufbau

Fotostrecke Burgdorf: Vor den Kunden kommt der Stand-Aufbau