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180 Vögel brüten auf Golfplatz

Burgdorf 180 Vögel brüten auf Golfplatz

In 99 Stunden hat der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte und Uetze die gut 180 Nistkästen auf dem Gelände des Burgdorfer Golfclubs kontrolliert und gereinigt.

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Der sudanesische Flüchtling Mohammed Ismail Abdallah hängt einen neuen Nistkasten auf. Nabu-Einsatzleiter Hermann Voltmer schaut zu.

Quelle: Sandra Köhler

Ehlershausen. Diese stattliche Stundenzahl verteilt sich auf fünf Freiwillige. Allein 53 Stunden entfallen auf Hermann Voltmer.

Bei seinem letzten Einsatz für dieses Jahr wurde er von dem sudanesischen Flüchtling Mohammed Ismail Abdallah unterstützt. Mit einem Akkuschrauber brachte er am Fairway an der Bahn 2 einen neuen Kasten an. „Ich wusste, das in der Ortschaft Flüchtlinge leben, und habe sie direkt angesprochen, ob sie nicht helfen wollen“, sagt Voltmer, der sich seit 13 Jahren um die Pflege der Nisthilfen verdient macht. Akribisch zeichnet er auf, welche Vögel die einzelnen Kästen benutzt haben. „In diesem Jahr waren es 130 Meisen, 46 Trauerschnäpper, jeweils ein Star, ein Kleiber, ein Rotkehlchen und ein Sperling“, zählt er auf. Fünf Kästen blieben leer, drei wurden erneuert - und einer enthielt eine Maus. Wer worin genistet hat, das erkennt Voltmer an der Form und Art des Nestes und an mitunter zurückgelassenen Eiern. „Meist sind die letzten Eier nicht ausgebrütet.“ Warum so viele Trauerschnäpper auf dem Golfplatz beheimatet seien, obwohl diese Vogelart im Umkreis eigentlich sehr selten sei, könne er sich auch nicht erklären. „Vielleicht mögen sie die Ruhe hier“, mutmaßt er.

Für das Öffnen eines Kastens, den ein Kleiber benutzt hat, brauche man Werkzeug, sagt Voltmer. Denn dieser Vogel möge keine Zugluft und klebe deshalb alle Ritzen akribisch zu. Ob Kohlmeise oder Blaumeise könne man hingegen an der Sauberkeit des Kastens erkennen: „Die Kohlmeise kotet im Kasten, die Blaumeise draußen.“ Beiden sei jedoch gemein, dass sie Kästen mit zu großen Einfluglöchern mieden: „Da können nämlich Eichhörnchen mit ihren Pfoten reingreifen und die Eier stehlen.“

Von Sandra Köhler

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