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19 Flüchtlinge wohnen schon im Container

Burgdorf 19 Flüchtlinge wohnen schon im Container

Nächste Woche sollen die ersten Asylbewerber aus der als Notunterkunft genutzten Mehrzweckhalle in Schillerslage in die neue Wohncontaineranlage an der Friederikenstraße nach Burgdorf umziehen. In eines der fünf Module sind vergangene Woche die ersten Bewohner eingezogen.

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Die Containerwohnanlage an der Friederikenstraße soll spätestens Anfang kommender Woche bezugsfertig sein. Eine Baufirma richtet zurzeit noch die Außenanlagen her, ein Installateur schließt die Haustechnik an, während in einem der fünf Wohnmodule seit einer Woche die ersten Asylbewerber aus Syrien wohnen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die Stadt steht unter einem enormen Druck. Gemeinsam arbeiten die Sozialabteilung und die Abteilung Gebäudewirtschaft im Rathaus fieberhaft daran, dringend benötigten Wohnraum für ankommende Asylbewerber zu schaffen. Obwohl die für die Dauer von fünf Jahren für 1,8 Millionen Euro angemietete Containerwohnanlage an der Friederikenstraße noch nicht fertig eingerichtet ist, geschweige denn auch nur hat grundgereinigt werden können, musste die Stadt dort am Donnerstag vergangener Woche bereits die ersten 16 Männer einquartieren. Drei weitere kamen am Donnerstag an.

Am Montag, 18. Januar, ziehen die ersten drei Syrer, die seit November in der Mehrzweckhalle in Schillerslage ohne jede Privatsphäre leben, nach Burgdorf in Einzel- und Doppelzimmer um, sagt Schillerslages Ortsbürgermeister Manfred Dunker. Nach Angaben der zuständigen Gebäudemanagerin Katrin Frank verfügt die Anlage über 64 neun bis 13 Quadratmeter große Zimmer, in denen demnächst 89 Männer leben werden.

„Nach und nach“ sollen die anderen der aktuell 41 Bewohner der Notunterkunft in Schillerslage folgen, sagt Stadtrat Michael Kugel. Den Umzug organisierten die Mitarbeiter der Sozialabteilung mithilfe des DRK. „Und wenn uns die Schillerslager dabei helfen wollen, nehmen wir diese Hilfe gern an“, so Kugel weiter.

Spätestens Anfang nächster Woche sollen laut Kugel alle Container bezugsfertig eingerichtet und gereinigt sein. Einzig die Brandmeldeanlage sei dann noch nicht installiert, weshalb die Stadt den Brandschutz mit Brandwachen rund um die Uhr sicherstellen will. Sie hat damit die Wach- und Schließgesellschaft beauftragt. Nach Darstellung von Bürgermeister Alfred Baxmann soll die Brandmeldeanlage bis zum 29. Januar funktionstüchtig sein.

Alles scheint auf Kante genäht zu sein: Eine Baufirma war am Donnerstag noch damit beschäftigt, den Weg von der Friederikenstraße zu den Wohncontainern zu pflastern. Ein anderes Unternehmen lieferte einen Schwung Betten und Matratzen an. Und ein Installateur richtete die Haustechnik ein.

Es kommen neue Flüchtlinge

Beim Neujahrsempfang in Schillerslage hat Bürgermeister Alfred Baxmann versprochen, dass die Stadt die Mehrzweckhalle so schnell wie möglich zurückgeben wolle. „Dazu sehen wir uns in der Pflicht“, bekräftigte der Rathauschef am Donnerstag gegenüber dem Anzeiger. Er räumte aber ein, dass die Stadt nach dem Umzug der Flüchtlinge in die Container zunächst neue Asylbewerber in Schillerslage einquartieren müsse. Die Stadt habe aber der Region Hannover Flächen für mögliche Sammelunterkünfte angeboten. Sollte die Region dort bauen, könnte die Stadt die Notunterkunft in der Mehrzweckhalle aufgeben.

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