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24-Jähriger rettet mit Stammzellenspende Krebskranken

Burgdorf 24-Jähriger rettet mit Stammzellenspende Krebskranken

Am 27. September können Burgdorfer und Gäste das Leben von Amara retten – und das vieler anderer Menschen auch. Für diesen Tag ruft die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zur Blutspende und Registrierung auf.

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Jochen Brückner hat einem 60-Jährigen das Leben gerettet.

Quelle: Kilian Menzel

Burgdorf. Den Spendenaufruf verfolgt Jochen Brückner ganz genau. Er hatte sich im Jahr 2010 als Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. „Ich wollte Patienten mit Blutkrebs helfen“, erzählt der Burgdorfer und fügt hinzu: „Allerdings wusste ich auch, wie gering die Chance ist, tatsächlich als Spender infrage zu kommen.“ Es komme ja nur sehr selten vor, dass zwei Menschen die gleichen Gewebemerkmale hätten - also genetische Zwillinge seien. Umso überraschter sei er gewesen, als er zwei Jahre nach seiner Registrierung die Nachricht erhielt, dass er jemandem helfen könne: „Im allerersten Moment war ich sprachlos. Dann habe ich mich gefreut, und ein wenig aufgeregt war ich auch“, gesteht der heute 24-Jährige, der wegen seines Studiums nach Hamburg gezogen ist. „Auf jeden Fall war mir klar, dass ich das mache. Wann hat man schon mal die Chance, jemandem das Leben zu retten?“, fragt er.

Nach einer umfassenden Voruntersuchung in der Entnahmeklinik erhielt Brückner ein Medikament, welches er sich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter die Haut spritzte. DKMS-Sprecherin Mona Zimmermann spricht von einem körpereigenen hormonähnlichen Stoff, den der Körper zum Beispiel auch bei fieberhaften Infekten produziere. Er stimuliere die Produktion der Stammzellen und bewirke, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese könnten dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. „Man hatte mir vonseiten der DKMS mitgeteilt, dass während der Vorbereitungsphase Nebenwirkungen wie Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten können“, sagt Brückner im Rückblick. Am dritten Tag habe er leichtes Kopfweh bekommen. „Sonst hatte ich keinerlei Beschwerden, und auch die Spende selbst verlief problemlos“, erinnert er sich.

Anschließend habe er erfahren, dass ein etwa 60-jähriger Mann aus Deutschland seine Stammzellen erhalten habe. „Etwa ein Jahr nach der Spende erhielt ich eine Karte von meinem Patienten. Er schrieb, dass es ihm gut gehe“, sagt Brückner. Es sei ein wirklich richtig schönes Gefühl gewesen. „Ich finde es toll, dass man auf eine so einfache Art helfen und ein Leben retten kann.“

Die DKMS registriert am Sonntag, 27. September, von 11 bis 16 Uhr in der Gudrun-Pausewang-Grundschule neue Stammzellspender. Dabei hofft auch die Familie der vierjährigen Amara auf rege Teilnahme. Das Mädchen hat Blutkrebs und benötigt mit großer Wahrscheinlichkeit schon bald eine Stammzellspende.

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