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ASB impft alle Flüchtlinge

Hülptingsen ASB impft alle Flüchtlinge

Drei Ärzte haben am Freitagabend die Flüchtlinge in der Unterkunft an der Wollenweberstraße geimpft. Dabei geht es vor allem um deren Schutz vor Ansteckungen.

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Björn Rossak (rechts) erläutert dem Dolmetscher Khalil Salem (links) und Moudar Abou Hamad, welche Impfungen die Flüchtlinge erhalten.

Quelle: Antje Bismark

Burgdorf. „Wenn so viele Menschen auf so engem Raum miteinander leben, dann besteht immer die Gefahr, dass sie sich gegenseitig mit Erkrankungen anstecken“, begründet ASB-Sprecher Michael Güttler die konzertierte Aktion. Deshalb impfe der ASB als Betreiber der Unterkunft alle Flüchtlinge mit drei Spritzen gegen Erkrankungen wie Polio, Diphterie, Masern und Mumps, aber auch gegen die Grippe und Tetanus. Es gehe vor allem um den Gesundheitsschutz der Flüchtlinge. „Wir haben im Vorfeld mit den Dolmetschern über das Impfen aufgeklärt“, sagt Carlo Brauer, der als medizinischer Einsatzleiter mit Christine Oetjen und Matthias Vonnemann sowie ASB-Beschäftigten die Bewohner impfte.

Für viele von ihnen sei das Thema Impfschutz ganz neu, weiß Güttler aus Gesprächen, weil sie das aus ihren Heimatländern nicht kennen würden. Deshalb hätten die Dolmetscher viele Fragen übersetzt, und geimpft werde nur, wer auch eine Einverständniserklärung unterzeichnet habe. Die entsprechenden Schriftstücke liegen in mehreren Sprachen vor, sie hängen auch seit Tagen in dem Haus an der Wollenweberstraße aus. Trotz der umfangreichen Vorbereitung: Als Christine Oetjen auf eine Bank steigt, um die Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer ein letztes Mal anzusprechen, ist einigen die Beklemmung anzusehen.

Als Khalil Salem von drei Spritzen spricht, die jeder erhält, beginnt ein kollektives Murmeln - denn gut 100 Bewohner haben sich vor der Erfassungsstelle versammelt. Dort tragen die ASB-Mitarbeiter die Namen ein, während im Sanitätsraum unter anderem Max Allert die Impfpässe schnell stempelt. Am Ende werden es so viele sein, dass das Stempelkissen versagt und schnell Ersatz beschafft werden muss.

Zu den ersten, die sich auf die Liege setzen, gehört Moudar Abou Hamad. Er nutzt die Gelegenheit und lässt sich mithilfe von Khalil Salem noch einmal von Björn Rossak das Prozedere erklären. Nach gut einer Stunde steht das System mit Erfassen, Gesundheitskontrolle, Impfen, dann geht alles schnell: Vonnemann setzt die Spritzen an, und nach wenigen Minuten verlässt Moudar Abou Hamad erleichtert den Raum.

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