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Deponie verschwindet bis 2053

Burgdorf Deponie verschwindet bis 2053

In wenigen Jahrzehnten soll die Mülldeponie an der Steinwedeler Straße Geschichte sein und allenfalls noch als Erhebung in der Landschaft mit Freizeitwert wahrnehmbar sein. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) will die Deponie bis zum Jahr 2053 rekultivieren und begrünen.

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Die Mülldeponie an der Steinwedeler Straße könnte in nicht einmal vier Jahrzehnten zum Aussichtspunkt mit Freizeitwert umgebaut sein.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz stellte in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Bauangelegenheiten die Pläne zur Rekultivierung der Deponie vor. Schwarz sprach von einen "Generationenprojekt", das es zu schultern gelte: "Bis 2053 ist dann alles weg, sodass dort auch ein Golfplatz entstehen könnte."

Aha rechnet damit, den Genehmigungsantrag für das Bauvorhaben bis zum Herbst dieses Jahres einreichen zu können. Mit der gesamten Genehmigungsplanung hat der Abfallentsorger das Ingenieurbüro Umtec beauftragt. Den Landschaftspflegebegleitplan hat das Landschaftsplanungsbüro Bosch & Partner übernommen. Zurzeit werden Flora und Fauna auf der Deponie kartiert und die Abdichtung der Oberfläche des Deponiekörpers im Detail geplant.

Schwarz verglich die Abdeckung der Deponie mit einer Salatschüssel, über die eine Zellophanfolie gezogen werde. Damit die Hülle nicht einreißen könne, müsse der Deponiekörper vorher möglichst gleichmäßig modelliert werden. Dazu sehe das Oberflächenabdichtungssystem unterhalb einer späteren Begrünung eine 20 Zentimeter dicke Schicht Oberboden vor. Darunter lägen weitere 80 Zentimeter gröberen Unterbodens. Erst dann komme eine Trennschicht, in die eine 2,5 Zentimeter starke Kunstoffdichtungsbahn eingezogen wird. Weil Aha davon ausgeht, dass sich Deponiegase bilden, wird unter der Trennschicht noch eine 30 Zentimeter dicke sogenannte Gasdränschicht eingebaut.

Um den Deponiekörper entsprechend zu formen, müssen laut Schwarz 240.000 Kubikmeter Profilierungsmaterial bewegt werden. Zu diesem Zweck werde es notwendig sein, auf der Deponie erhebliche Abfallmengen umzulagern. Andere Stellen müssten mit Bauschutt und Schlacke aus der Müllverbrennung aufgefüllt werden. Allein dieses und nächstes Jahr würden jeweils 34.650 Kubikmeter Material angeliefert, in den Folgejahren weitere 54.200 Kubikmeter. Das entspricht zusammen mehr als 10.000 Lastwagenfahrten.

Sobald der Deponiekörper entsprechend Kontur gewonnen habe, sei eine Öffnung vorstellbar, sodass die Öffentlichkeit aus nächster Nähe beobachten könne, was vor sich geht, machte Schwarz das Vorhaben den Kommunalpolitikern schmackhaft. In zehn Jahren schon werde sich der Berg beruhigt haben. Dann seien dort  nach dem Vorbild der ehemaligen Zentraldeponie Nienburg/Krähe ein Aussichtspunkt sowie eine Nutzung als Veranstaltungsort denkbar.

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Fotostrecke Burgdorf: Deponie verschwindet bis 2053

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Von Redakteur Joachim Dege

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