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Elektromobilität geht auch für Oldtimer

Burgdorf Elektromobilität geht auch für Oldtimer

Wer etwas von der Zukunft des Automobils erfahren will, der kommt bei der jährlichen Projektpräsentation der Fachschule Fahrzeugtechnik an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Burgdorf auf seine Kosten.

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Der frühere Leiter der Fachschule Fahrzeugtechnik, Siegfried Deutsch, lässt sich die digitale Sonnenblende demonstrieren.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Am Freitag ließen sich rund 70 Gäste die Neuentwicklungen vom Oldtimer mit Elektroantrieb bis zur digitalen Sonnenblende erläutern. Besucherin Sonja Meyer war im vergangenen Jahr noch selbst Absolventin der Fachschule. Nach dem Abschluss bekam sie sofort eine Anstellung bei dem Ingenieurdienstleister IAV in Gifhorn. Gestern kam sie mit dem Teamleiter Stefan Zoller wieder, um nach möglichen neuen Mitarbeitern Ausschau zu halten. Auch Michaela Ahrens vom Entwicklungsdienstleister ASAP Engineering aus dem Raum Gifhorn ist auf der Suche nach gut ausgebildeten Nachwuchskräften. Drei, vier Absolventen der Fachschule arbeiten bereits in dem Unternehmen.

Die Chance dafür, Absolventen anwerben zu können, sind in diesem Jahr aufgrund des Abgasskandals bei VW größer als in den Vorjahren. In der Regel haben drei Viertel der jährlich 22 bis 24 Absolventen eine Stelle, wenn sie die Fachschule verlassen. Nur dieses Mal waren es weniger. „Die Zulieferer halten sich sehr zurück mit Einstellungen“, sagte der Projektbetreuer Uwe Ellebrecht. Die Branche sei angeschlagen, meint der Berufsschullehrer.

Ellebrechts Schülergruppe hat einen Karmann Ghia aus dem Jahr 1968 mit einem Elektroantrieb bis zur Zulassungsreife gebracht. 
170 Kilometer Reichweite erwartet das Team für sein Fahrzeug. Die Batterie dafür und die dazugehörige Steuerung haben die Absolventen selbst konstruiert. Von null bis 130 Kilometer pro Stunde lässt sich der elektrifizierte Oldtimer im dritten Gang fahren. Nur zum Anfahren und zum Spritsparen sind die andern Gänge noch wichtig.

Ein anderes Team zeigte dem Publikum, wie sich der Sonnenschutz der Zukunft digital realisieren lässt. Mit einer Folie, wie sie schon bei Motorradhelmen eingesetzt wird, oder mit einem Display lässt sich das Glas sensorgesteuert verdunkeln. Beim Display geht das sogar partiell. Eine dritte Fachschülergruppe entdeckt noch Optimierungsbedarf beim ThreeFixx, dem Drei-Liter-Auto, das bei der Präsentation im Vorjahr vorgestellt wurde. Messungen ergaben, dass das Fahrzeug nicht drei, sondern 4,6 Liter pro 100 Kilometer braucht. Durch konstruktive Veränderungen am Getriebe konnte der Verbrauch jetzt zumindest auf 4,2 Liter gesenkt werden.

An der Unterrichtsqualität arbeitete die vierte Prüfungsgruppe. Sie entwickelte ein Lehrmodell zur Spannungsfreischaltung eines VW E-up. Das Modell kommt nun ohne Hochspannung aus, sodass gefahrlos daran unterrichtet werden kann.

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