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Pferde auf Landesstraße unterwegs

Burgdorf Pferde auf Landesstraße unterwegs

Acht Pferde einen Pensionsstalls in Schillerslage haben am Dienstagabend die Nerven der Autofahrer zwischen Schillerslage und Oldhorst strapaziert. Die Vierbeiner hatten sich von ihrer Weide am Oldhorster Moor südlich der L 383 auf den Weg in Richtung Landesstraße gemacht.

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Die Polizei hatte am Ende nicht viel zu tun. Die Pferde waren Dank der Hilfe von Passanten schon alleine auf eine angrenzende Weide gelangt.

Quelle: Symbolbild

Schillerslage. Warum die Pferde ihre Weide verlassen haben, konnte am Abend nicht mehr geklärt werden. Klar ist aber, dass der Ausflug auch weitaus dramatischer hätte enden können. Doch dass die Gruppe von Privat- und Pensionspferden eines Stalls östlich von Schillerslage unbeschadet auf einer Weide im Nordwesten der Abzweigung der K 119 nach Engensen gelandet ist, ist vor allem der Umsicht aller Beteiligten zu verdanken.

Einer Autofahrerin, die auf dem Weg von Schillerslage in Richtung Oldhorst unterwegs war, waren die Pferde gegen 20 Uhr und damit noch bei Helligkeit auf der Fahrbahn entgegen gekommen, schilderte die junge Frau am Dienstagabend dieser Zeitung. Sie hatte daraufhin angehalten und mit Hilfe eines weiteren Autofahrers, der in Gegenrichtung eigentlich auf dem Weg nach Hause war, die "total entspannte" Pferdegruppe in eine offene und ungenutzte Weide nördlich der L 383 geleitet.

Zuvor waren die Pferde, wie die Zeugen berichteten, vom Moor über ein angrenzendes Weizenfeld geschritten. "Immer einer hinter dem anderen." Dass es auch beim Überqueren der Landesstraße zu keiner gefährlichen Situation kam, "liegt daran, dass auch die Autofahrer ausnahmsweise vollkommen ruhig, ohne jedes Hupen oder hektisches Gasgeben an den Pferden vorbeigefahren sind", lobte die Helferin.

Weil sie in Schillerslage nur einen einzigen größeren Pensionsstall kennt, fuhr die Passantin kurzerhand dorthin, um den Eigentümer zu informieren. Der, so schilderte dieser später auf Nachfrage, habe zwar bereits bei der Beschreibung der Pferde geahnt, dass es sich nicht um seine eigenen handeln könne, begleitete die Frau dennoch zum Ort des Geschehens. Dort sei ihm schnell klar geworden, dass nur sein Kollege im Dorf als Eigner in Frage kommen könne.

Als dieser kurze Zeit später ebenfalls dort ankam und nach kurzem Nachzählen der Pferde und einer Kontrolle auf etwaige Verletzungen Entwarnung geben konnte, war auch der Einsatz der zwischenzeitlich alarmierten Polizei beendet. Einen Gebührenbescheid wird es dafür nicht geben, wie es hieß: "Da sind wir ganz Freund und Helfer."

Von Rebekka Neander

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