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Kein Frust nach dem Verlust

Burgdorf/Lehrte Kein Frust nach dem Verlust

Zwei Stunden lang hat das Lehrter Ehepaar Claudia und Bodo Grün in einem Container für Grünabfälle nach einem verlorenen Schlüssel gesucht – mit tatkräftiger Unterstützung von drei Aha-Mitarbeitern auf der Burgdorfer Deponie. Den Schlüssel fand das Paar nicht, wohl aber eine große Unterstützung.

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Sören Neumann (von links), Bodo Grün, Peter Linnemann, Claudia Grün und Klaus Ebel verbindet eine zweistündige, unterhaltsame Suche im Grüngutcontainer nach einem verlorenen Schlüssel.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Lehrte. Das Ende der vergangenen Woche sei geprägt gewesen von sehr viel Stress wegen einer privaten Veranstaltung in ihrem Gemeindehaus, die sie vorbereitet habe, sagt Claudia Grün. Dazu gehörte am Donnerstag auch das Dekorieren von Tischen mit diversen Blumen und Blättern. „Weil aber so viel Müll angefallen ist, haben wir uns am Freitagmorgen entschlossen, gleich zur Deponie zu fahren“, sagt ihr Mann. Der Container sei leer gewesen, das fiel den Lehrtern noch auf, die anschließend zu der Veranstaltung fuhren.

Doch schon im Laufe des Vormittags vermisste Claudia Grün ihr Bund mit Auto-, Haus-, Gemeindehaus-, Fahrrad-, Keller- und Briefkastenschlüssel. „Wir haben stundenlang gesucht“, sagt sie und fügt hinzu: „Das Bund war einfach weg.“ Die einzige denkbare Möglichkeit sei gewesen, dass der Schlüssel mit den Grünabfällen im Container gelandet sei. Mit festem Schuhwerk und einer Harke ausgestattet, fuhren Grüns am Sonnabendmorgen zur Deponie nach Burgdorf. Inzwischen aber lagen gut 15 Kubikmeter Abfall in dem Behälter. „Ich wäre da nicht hineingestiegen“, sagt Bodo Grün – seine Frau schon. Sie hatte sich gerade aufgemacht, als mit Peter Linnemann der erste Aha-Mitarbeiter kam. „Er hat gleich gefragt, ob wir Hilfe brauchen“, sagt Claudia Grün. Als Linnemann die Geschichte hörte, holte er Unterstützung von Sören Neumann und Klaus Ebel. Sie zogen per Lastwagen den Container zur Seite, kippten den Grünabfall aus, zogen Rasenschnitt, Zweige, Äste, Blumen auseinander und begannen mit der Suche. Knapp zwei Stunden dauerte es. „Wir waren dann sehr schnell beim Du“, sagt Claudia Grün und muss noch am Montag danach lachen ob der gemeinsamen unterhaltsamen Suche.

Sie war im übrigen vergebens: Der Schlüssel fand sich nicht im Container. „Und trotzdem waren wir überhaupt nicht frustriert, sondern nur begeistert von der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit“, sagt Claudia Grün. „Es gibt in unserer Gesellschaft auch noch ganz viel Positives.“

Am Ende fanden Besucher des Gemeindehauses den Schlüssel – im Besteckkasten.

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