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Händler wünschen sich das Rathaus am Schloss

Burgdorf Händler wünschen sich das Rathaus am Schloss

Die Absicht der Stadt, sich von einem Investor einen Rathausanbau an der Rolandstraße errichten zu lassen und sich dort für zehn Jahre einzumieten, widerspreche dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Diese Auffassung vertritt der Aktionskreis Einkaufsstadt Burgdorf (AKEB).

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Auf der linken Seite vor dem Schloss, wo heute Boule-Platz und dahinter ein Parkplatz sind, wünscht sich ein Teil der Händlerschaft einen Rathausbau mit ganzjähriger Gastronomie.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. „Der AKEB sieht in dem Plänen zu einen Rathausgebäude auf dem Gelände der alten Molkerei vor allem eine vergebene Chance, mit einem Rathausneubau linksseitig vor dem Schloss den Spitta- und den Schlossvorplatz aufzuwerten“, sagt AKEB-Vorstandssprecher Ulrich Wegener. Er legt die Vermutung nahe, dass die Stadt die im ISEK noch als notwendig bezeichnete „bauliche Ergänzung im Schlossumfeld zur Stärkung der Mitte“ wohl stillschweigend zu den Akten gelegt habe.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt hatte Mitte September entschieden, dass die Verwaltung mit der Investorin Wiltrud Niebuhr einen langfristigen Vormietvertrag schließen soll, um der Raumnot in den Rathäusern zu begegnen. Niebuhr will bis Anfang 2019 einen dreigeschossigen Neubau parallel zur Bahnlinie auf dem Parkplatz an der Rolandstraße direkt neben dem Rathaus IV errrichten. Das Gebäude soll dann Platz bieten für 50 Verwaltungsmitarbeiter.

Der AKEB hält dagegen, dass eine moderne Ergänzung des Schlossensembles „die Attraktivität der Burgdorfer Innenstadt entscheidend erhöhen würde“. Wobei sich der AKEB, der die Interessen eines Teils der Kaufmannschaft in der Innenstadt vertritt, ergänzend ein ganzjähriges Gastronomieangebot am Spittaplatz wünscht. Dann könne dort "einer der schönsten und lebendigsten Plätze in der Region Hannover entstehen".

Mit der von der Stadt gewählten Lösung, sich langfristig im Westen der Innenstadt einzumieten und Pläne für ein zentrales Rathaus aufzugeben, geht der AKEV-Sprecher hart ins Gericht. Das sei planerisch zwar einfacher, habe aber keinen positiven Effekt auf die Urbanität und Anziehungskraft der Innenstadt, lautet die Kritik. Tatsächlich sieht das ISEK auch die Rolandstraße die Ansiedlung von Dienstleistern und Wohnen vor.

Der AKEB appelliert an Kommunalpolitiker und Stadtspitze, das Vorhaben an der Rolandstraße zu überdenken und sich der Zielvorgaben des vom Rat beschlossenen ISEK zu erinnern. Zielsetzung müsse eine funktionierende Innenstadt sein, so Wegener, der mit seiner Frau an der Hannoverschen Neustadt einen Buchladen bereit.

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