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Aktionskreis will Lobby für Kaufleute sein

Burgdorf Aktionskreis will Lobby für Kaufleute sein

Der Aktionskreis Einkaufsstadt Burgdorf (AKEB) ist knapp an der Auflösung vorbeigeschrammt. Die hatte Sprecher Harald Baumgarten betrieben, der sein Amt aufgeben will. Als Nachfolger steht Buchhändler Uli Wegener bereit. Der will die AKEB-Aktivitäten auf Lobbyarbeit für die Kaufleute beschränken.

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Buchhändler Uli Wegener empfiehlt sich als Sprecher des Aktionskreises Einkaufsstadt Burgdorf. Ob er es wird, entscheiden die Mitglieder Ende Mai.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Büroartikelhändler Baumgarten gibt unumwunden zu, dass er den traditionsreichen eingetragenen Verein am liebsten eingestampft hätte. In der jüngsten Vorstandssitzung Mitte März hatte er angekündigt, dass er für die Sprecherfunktion, die der eines Vorsitzenden gleichkommt, nicht länger zur Verfügung steht. Jedenfalls will er in der Mitgliederversammlung am 26. Mai nicht wieder kandidieren. Zugleich schlug Baumgarten, der auch Vorsitzender der Ortsverbands der Grünen ist, die Vereinsauflösung vor. Er tat dies der Begründung, dass der Aktionskreis seiner Auffassung nach keine Aufgaben mehr hat.

Tatsächlich hatte der Verein Aktionskreis Einkaufsstadt Burgdorf in den vergangenen Jahren seine Aktivitäten zurückgefahren. Die Organisation der für die Kaufleute  so wichtigen verkaufsoffenen Sonntage hatte der AKEB schon 2012 in die Hände des finanziell wesentlich besser ausgestatteten Stadtmarketingvereins (SMB) gegeben. Zuletzt war nur noch das Weinfest auf dem Spittaplatz geblieben. Das soll im Juli mit Winzern aus dem Rheingau und Livemusik - der Verein Jazzfreunde Altkreis Burgdorf ist raus - zwar wieder steigen, kündigt Baumgarten an. Er schließt aber nicht aus, dass auch diese publikumsträchtige Veranstaltung unters Dach des SMB schlüpft.

Dass es vorerst nicht zur Auflösung kommt, liegt an Uli Wegener, der seinen Hut in den Ring warf und das Sprecheramt zu übernehmen bereit ist. "Weil ich noch nicht will, dass der Laden zugemacht wird", sagt der Buchhändler. Aktionen will auch er keine mehr veranstalten. Der Verein könne aber die Interessen des Einzelhandels gegenüber Stadtverwaltung und Kommunalpolitik unabhängiger artikulieren als der von der Stadt kräftig mitfinanzierte Stadtmarketingverein. Nach Wegeners Vorstellung soll es fortan regelmäßige Treffen mit Ideenwerkstattcharakter geben, die dann in Lobbyarbeit auf politischer Ebene mündet.

Unter dieser Voraussetzungen will auch Baumgarten dem AKEB weiterhin angehören. "Ich werde Stammgast bei den Treffen sein", sagt der Kaufmann. Dem AKEB gehören von der AOK bis zu Wegeners Buchhandlung gegenwärtig noch etwas mehr als 50 Mitglieder an.

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